Manfred Jostes: Masterplan Mobilität ist das geeignete Instrument


 



Die CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen hält ein Verkehrsmanagementsystem für den Schwerlastverkehr in Dortmund zwar für grundsätzlich für notwendig, wird einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion für die Sitzung am 19.02.2003 aber dennoch ablehnen. Alle verkehrsrelevanten Themen sollten nach Meinung der CDU-Verkehrsexperten auch weiterhin im Zuge des sogenannten „Masterplan Mobilität“ begleitet und erörtert werden, der zur Zeit parallel zum neuen Flächennutzungsplan aufgestellt und dessen Ergebnis direkt in den F-Plan eingearbeitet wird.


Manfred Jostes, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen stellt hierzu fest:


„Die SPD-Fraktion scheint die Beschlüsse des Rates nicht zu kennen oder zu ignorieren. Anders ist es uns nicht zu erklären, dass ein gesondertes Leitkonzept für den Schwerverkehr erarbeitet werden soll. Die gute Arbeit, die im Zuge des Masterplan Mobilität von Politik, Verwaltung und Institutionen geleistet wird, würde ad absurdum geführt. Mit dem Masterplan haben wir ja gerade ein Instrument geschaffen, der im breiten Konsens Lösungsstrategien für den sektoralen Teilbereich des Verkehrs liefern soll. Dazu gehört neben dem ÖPNV und dem motorisierten Individualverkehr eben auch der Güterverkehr“.



Gerda Horitzky, Mitglied im Planungsausschuss und Bewohnerin der Nordstadt, kritisiert insbesondere die im Antrag angedachte geplante Entlastung des Straßenzuges Brackeler Straße – Borsigplatz – Mallinckrodtstraße – OW IIIa von Durchgangsverkehren:


„Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der Rückbau von überörtlich bedeutsamen Straßen blanker Unsinn ist. Am Beispiel der Mallinckrodtstraße müssen das die Bewohner der Nordstadt Tag für Tag leidvoll erfahren. Von Westen und von Osten laufen autobahnähnliche Straßen auf die Nordstadt zu, und im obigen Bereich haben wir ein Nadelöhr geschaffen, das die herangeführten Verkehre nicht komplett auf nehmen kann und zu Schleichverkehren in den umliegenden Straßenzügen führt.“



Nach Meinung der CDU-Fraktion wird die Bedeutung des Dortmunder Hafens als einzig noch bedeutsames überregionales Industriegebiet völlig außer Acht gelassen. Gerade die Nähe des Hafens zur Dortmunder Nordstadt und damit zur OW IIIa erweist sich als wichtiger Standortvorteil im Wettbewerb der Regionen, den es zu sichern gilt. Die Vermeidung von Durchgangsverkehren würde diesen bedeutsamen Standortvorteil aushöhlen und letztendlich zu einer schwindenden Wirtschaftskraft und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.



Eine Sperrung der Dortmunder Nordstadt für den Schwerlastverkehr würde die wichtige Ost-West-Achse entlang der OW IIIa außer Funktion setzen und die autobahnähnlich ausgebauten Bereiche zu „Geisterstraßen“ verkommen lassen, die nur noch geringe Verkehrsmengen aufnehmen müssten. Die CDU-Fraktion verweist in diesem Zusammenhang auf den dringend notwendigen Weiterbau der OW IIIa von der Asselburgstraße in Richtung Osten, um diesen Straßenzug endlich fertig zu stellen und damit den östlichen Hellweg zu entlasten. „Die Sperrung der Nordstadt würde das gesamte Projekt Weiterbau der OW IIIa gefährden“, so Manfred Jostes abschließend.


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