Tagesordnungspunkt
Zukunftsstandort Phoenix – Sachbestandbericht

Beschlussvorschlag

Die Entwicklung der Fläche Phoenix-Ost stellt mit ihren visionären Zielsetzungen für den Stadtteil Hörde aber auch für die gesamte Stadt Dortmund eine Möglichkeit dar, Wunden der industriellen Vergangenheit zu schließen und neue Konzepte für Wohnen, Freizeit und Gewerbe zu beginnen.

Das ambitionierte Ziel für Phoenix-Ost kann erreicht werden, wenn folgende Punkte erfüllt bzw. geklärt werden:

  • Einsehen des Grundbuchs,
  • Erfassen des Leitungsbestandes auf dem Gelände,
  • einvernehmliche Beendigung der Nutzung Fläche Afflerbach,
  • Renaturierung der Emscher,
  • Abstimmung der Dortmunder Interessen innerhalb der vielfältigen Förderungslandschaft,
  • Erfassen der Infrastruktur- und Folgekosten für die Fläche und das Umfeld,
  • Auffanglösung für den Fall der Rückübertragung des Grundstücks.

Aus seiner Kenntnis um die Herrichtung der Altlastenfläche Dorstfeld-Süd muss der Rat der Stadt beim Erwerb von ehemaligen Industrieflächen oder Altlastenverdachtsflächen besonderes Augenmerk auf mögliche Kontaminationen legen.

Hohe Sensibilität gilt es auch in Sachen Grundwasserschutz und Grundwassersicherung anzuwenden – schließlich ist Wasser die Grundlage allen Lebens und ist daher besonders zu schützen.

Deshalb beschließt der Rat der Stadt Dortmund den Kauf des Grundstücks Hermannshütte unter folgender Ergänzung:

Der Oberbürgermeister und die Verwaltung werden aufgefordert, innerhalb der Grundstückskaufverhandlungen auf die Bildung einer Risikogemeinschaft zwischen Verkäufer und Käufer hinzuwirken.

Ziel dieser Risikogemeinschaft ist die Abfederung der bislang unbewerteten finanziellen Risiken für die Bereiche

  • Beseitigung von Bodenkontaminationen und
  • Maßnahmen der Wasserhaushaltung auf dem Gelände und in der Umgebung.

Eine solche Konstruktion nimmt beide Partner in die Verpflichtung. Das Risiko ist auf beide Schultern verteilt. Sollten unerwartet Kosten auftreten, haften beide gleichmäßig – sollten die Kosten geringer ausfallen als bislang angenommen, teilt sich der Käufer die ersparten Kosten mit dem Verkäufer. Eine solche Vereinbarung dem bewährten Risikoverteilungsverfahren, das z.B. bereits bei der Fläche Gneisenau erfolgreich angewandt wurde.


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