Tagesordnungspunkt
Museum am Ostwall

Beschlussvorschlag

  1. Der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit spricht sich grundsätzlich für einen Erweiterungsbau des Museums am Ostwall am jetzigen Standort aus. Daher wird die Verwaltung beauftragt, dem Rat eine Planung zur Erweiterung des Museums bis zur Dezembersitzung des Rates zur Beschlussfassung vorzulegen. Grundlage des Erweiterungsbaus soll die in der Machbarkeitsstudie von Prof. Gerber genannte 1. Ausbaustufe sein, die dem Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit in seiner Sitzung am 04.02.2003 vorgestellt wurde.
  2. Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, ein Finanzierungskonzept sowie einen Zeitplan zur Realisierung des Erweiterungsbaus zu erarbeiten. Bei der Finanzierung soll insbesondere auch das ab 2005 neu aufzulegende Museumsbauprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Städtebaufördermittel zur Gestaltung des städtebaulichen Umfeldes Berücksichtigung finden. In diesem Zusammenhang ist auch die Einrichtung einer Stiftung zum Bau und Betrieb des Museums am Ostwall zu überprüfen. Ab dem Haushaltsjahr 2005 sind erste finanzielle Mittel im Haushalt der Stadt Dortmund bereitzustellen.
  3. Zur weiteren Konkretisierung der Ausbauplanungen empfiehlt der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit die Vergabe einer Konzeptentwicklung an ein externes Beratungsunternehmen. Hierbei sollen insbesondere die Sponsorensuche,
    Kapitalakquise und Folgekostenuntersuchung für den Bau und Betrieb des Museums am Ostwall ermittelt werden.

Begründung
Das Museum am Ostwall ist ein in der deutschen und darüber hinaus europäischen Fachwelt bekannter Markenname für Moderne Kunst des 20. Jahrhundert. Es verfügt über einen hervorragenden eigenen Bestand vor allem der Expressionisten und informellen Maler.

Seit Jahrzehnten wird aber immer wieder über einen dringend notwendigen Erweiterungsbau diskutiert, da das Museum nicht über genügend Ausstellungsfläche verfügt, den eigenen Bestand und gleichzeitig qualitativ hochwertige Wechselausstellungen zu zeigen. Damit verbunden sind zwei große Probleme, mit denen das Museum zu kämpfen hat. Auf der einen Seite kann der eigene Bestand nicht dauerhaft gezeigt werden, da er ständig den Wechselausstellungen Platz machen muss. Es besteht die ständige Gefahr der Beschädigung durch hausinterne Transporte. Gleichzeitig sind wertvolle Ausstellungsstücke im Rahmen von Wechselausstellungen kaum erhältlich, da das Museum nicht über eine dringend notwendige Klimaanlage verfügt.

Mit einem Anbau an das bisherige Museum könnten so die vorhandenen Probleme in mehrfacher Weise behoben werden. Die Ausstellungsfläche würde vergrößert werden, der eigene Bestand könnte dauerhaft im alten Gebäude präsentiert werden und attraktive Wechselausstellungen können im klimatisierten Neubau gezeigt werden.


Verantwortlich: