CDU: Populistischer Schließungsvorschlag des OB schießt übers Ziel hinaus


 



Der tödliche Unfall auf der Bungee-Sprunganlage im Dortmunder Westfalenpark vom vergangenen Sonntag hat tiefe Betroffenheit innerhalb der Bürgerschaft ausgelöst. Inzwischen hat Dortmunds OB Langemeyer (SPD) vorgeschlagen, den noch bis zum Jahr 2007 gültigen Vertrag mit dem Betreiber der Sprung-Anlage so schnell wie möglich aufzulösen. Er führt dabei an, dass bei einem Weiterbetrieb der Anlage das Image des Westfalenparks Schaden nehmen könnte.


Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund hält den Vorstoß des OBs für populistisch und über das Ziel hinausschießend. Hierzu erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg:


„Das ist schon der zweite tödliche Unfall in Dortmunder Freizeitanlagen innerhalb nur weniger Wochen. An der Bungee-Anlage müssen nun – wie es bereits beim Schwimmbad geschehen ist – genaue Untersuchungen über Ablauf und Grund des Unglücks erfolgen. Erst danach kann man ein endgültiges Urteil fällen. Wer sich nun hinstellt und Vertragsauflösungen fordert, der schießt über das Ziel hinaus und arbeitet unseriös.“



Frank Hengstenberg erinnert daran, dass das Freibad Hardenberg nach dem tödlichen Badeunfall inzwischen wieder in Betrieb genommen wurde und der OB – im Gegensatz zum aktuellen Fall – kein Wort über die Auflösung des Betreibervertrages verloren hat. Für Frank Hengstenberg ist dies ein weiterer Hinweis darauf, dass OB Langemeyer gewillt ist, mit zweierlei Maß zu messen, wenn er glaubt, dadurch kurzfristig Popularität erringen zum können.



„Wer jetzt, ohne dass die Untersuchungen abgeschlossen und Ergebnisse vorgelegt sind, Verträge auflösen will, handelt unverantwortlich und spricht insgeheim eine Vorverurteilung aus,“ so Frank Hengstenberg.




Der CDU-Fraktionsvorsitzende weist auch darauf hin, dass eine einseitige Kündigung des Vertrages zwischen dem Betreiber der Sprunganlage und der Stadt Dortmund durch den OB finanzielle Nachteile für die Stadt mit sich bringen kann. Schließlich könnte der Betreiber – falls er nach dem Unglück eine erneute Betriebgenehmigung der technischen Behörden erhält – auf eine Erfüllung des Vertrages bis zum Jahr 2007 pochen. Schließlich bedeuten mehr als 2.000 absolvierte Sprünge vom Dortmunder Fernsehturm seit der Eröffnung im Sommer 2000 auch eine erhebliche Einnahmequelle für das Unternehmen, die damit versiegen würde.


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