Oberbürgermeister in die Pflicht nehmen


 



Die Situation an den Dortmunder Schulen, insbesondere an den Gymnasien ist katastrophal. Fehlende Lehrerstellen führen in zunehmendem Maße zu Unterrichtsausfällen von bis zu 140 Stunden pro Woche. Die Kollegien der insgesamt 12 von diesen Defiziten betroffenen staatlichen Gymnasien in Dortmund sind nicht länger in der Lage, Fehlbedarfe ausreichend zu kompensieren.



Walter Knieling, Sprecher der CDU-Fraktion im Schulausschuss:


„Bereits in einem seitens der CDU am 02.07.03 im Schulausschuss gestellten Antrag hat der Ausschuss einstimmig die Verwaltung aufgefordert, sich bei der Bezirksregierung in Arnsberg für eine ausreichende Lehrerversorgung an Dortmunder Realschulen und Gymnasien einzusetzen. Wir haben also bereits vor der Sommerpause auf diesen Notstand hingewiesen und den Oberbürgermeister ersucht, entsprechende Maßnahmen in Arnsberg einzufordern, um einen geregelten Schulbetrieb vor Ort zu gewährleisten. Geschehen ist jedoch anscheinend nichts, wie die Zuweisung aus Arnsberg von gerade einmal sechs neuen Lehrerstellen für alle Dortmunder Gymnasien zeigt. Dies ist in höchstem Maße unzureichend.“



Neueste Konsequenz dieses Versäumnisses ist der drohende Ausfall des Deutschunterrichts in den Jahrgangsstufen sieben und neun am Stadtgymnasium, der erhebliche Defizite in der Sprachausbildung der Schüler zur Folge haben würde.



„Hier werden Schulen, Eltern und vor allem auch die betroffenen Schüler nicht nur vom Land NRW, sondern auch von der Bezirksregierung Arnsberg und nicht zuletzt vom Oberbürgermeister der Stadt Dortmund im Regen stehen gelassen,“ nimmt Walter Knieling auch das Dortmunder Stadtoberhaupt in die Pflicht.



„Es gibt einen einstimmigen Beschluss des Schulausschusses, der den klaren Arbeitsauftrag an den Oberbürgermeister beinhaltet, eine Verbesserung dieser Missstände in Arnsberg und Düsseldorf zu erreichen. Dabei kann auch das Argument der allgemein „leeren Kassen“ nicht als Entschuldigung dafür herhalten, an der notwendigen Ausbildung unserer Kinder zu sparen“, spricht sich Walter Knieling für eine eindeutige Zeichensetzung der Dortmunder Verwaltung aus, die er in der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 24.09.2003 einfordern wird.


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