Gerda Horitzky: Stadtumbau ist Zukunftsaufgabe der Wohnungswirtschaft


 



Die CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen nimmt das in der letzten Sitzung des Ausschusses vorgestellte Gutachten des Meinungsforschungsinstitutes „empirica“ zur Wohnungswirtschaft in Dortmund zum Anlass, frühzeitige Strategien einzufordern, um eine ungesteuerte Leerstandsentwicklung auf dem Wohnungsmarkt zu vermeiden. Eine der Kernaussagen des Gutachtens geht davon aus, dass bei einer realistischen Annahme der Bevölkerungsentwicklung in Dortmund bis 2015 etwa 22.000 Wohnungen leer stehen werden, das entspricht einer Leerstandsquote von 14%.



Ziel der CDU-Fraktion ist es daher, durch ein abgestimmtes Stadtumbaukonzept Wohngebiete mit einer hohen Leerstandsquote zu attraktivieren, sozial zu stabilisieren, baulich zu modernisieren, Wohnumfeldmaßnahmen durchzuführen, sowie durch gezielte Rückbaumaßnahmen die städtebauliche Struktur zu verbessern und dabei das Wohnungsangebot der Nachfrageentwicklung anzupassen.



Die angesprochenen Rückbaumaßnahmen müssen nach Meinung der CDU-Fraktion auf verschiedenen Wegen erfolgen. Zum einem müsse für die zentralen, vielgeschossigen Gebäude eine Reduzierung der Geschosszahl in Betracht gezogen werden. Der geordnete Teilrückbau sollte durch Abtragen einzelner Geschosse erfolgen. Keinerlei Denkverbote sollte es auch geben, wenn über den Totalabriss einzelner Hochhäuser nachgedacht werden soll.



Bereits heute gibt es in Dortmund Häuser, die in Anbetracht ihres kompletten oder teilweisen Leerstandes für einen Abriss oder ein Teilrückbau in Frage kommen. Gerda Horitzky hat hier als Bewohnerin der Nordstadt insbesondere das 17-stöckige sogenannte „Horrorhaus“ an der Kielstraße 26 ins Visier genommen, das seit mehr als einem Jahr völlig leer steht und verwahrlost.



Ebenso ist der sogenannte „Hannibal“ in Dorstfeld mit seinem großen Leerstand ein großes Problem. Seinerzeit durch einen SPD-Parteitagsbeschluss quasi unter Denkmalschutz gestellt, ist er heute ein großer Verlustbringer für die DoGeWo.



Die bereits gängige Praxis des Zusammenlegens von mehreren kleinen Wohnungen zu einer großen sowie der mobilitätsgerechte Ausbau für Menschen mit Behinderungen und für Hochbetagte muss intensiviert werden, damit weiterer Leerstand vermieden wird und den veränderten Ansprüchen an Wohnraum Rechnung getragen werden kann. Hier sieht Gerda Horitzky neben den öffentlichen Wohnungsbauunternehmen auch die vielen tausend Privatvermieter in der Verantwortung, durch geeignete Umbaumaßnahmen Leerstände zu vermeiden und attraktiven Wohnraum, der sich den gesellschaftlichen Veränderungen (höhere Scheidungsrate, längere Lebenserwartung, früheres Ausziehen der Kinder, steigende Anzahl an Single-Haushalten) orientiert, anzubieten. Selbstverständlich muss klar sein, dass die Privatvermieter mit dieser anspruchsvollen Aufgabe nicht alleine gelassen werden können. Mittels geeigneter Förderprogramme und durch die Vergabe von zinsgünstigen Darlehen müssen durch Politik und Kreditinstitute Rahmenbedingungen geschaffen werden, wenig attraktive Wohngebiete wieder in lebens- und liebenswerte Nachbarschaften umzugestalten, so die CDU-Wohnungsexperten abschließend.


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