Frank Hengstenberg: Klinikum der Maximalversorgung hat Priorität


 



Die jüngst von der Klinikleitung veröffentlichen Zahlen über die beängstigende wirtschaftliche Situation veranlasst die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund, ein weg- und richtungweisendes Zukunftskonzept für das Klinikum Dortmund gGmbH einzufordern.



Für Frank Hengstenberg, den Vorsitzenden der Ratsfraktion, ist dabei unumstößlich klar, dass das Klinikum auch weiterhin das volle Leistungsspektrum der medizinischen Versorgung und Betreuung vorhalten muss. Anderslautenden Forderungen erteilt Frank Hengstenberg eine klare Absage:


Uns ist es wichtig, das Klinikum in seiner Funktion als Krankenhaus der Maximalversorgung zu erhalten und auch weiterhin für die jährlich über 50.000 Patienten aus Dortmund und der gesamten Region eine optimale medizinische Versorgung sicherzustellen. Wenn wir hier einzelne medizinische Fachbereiche und Abteilungen aus Kostensenkungsgründen schließen wollen, dann sparen wir am falschen Ende.“



Handlungsbedarf sieht die CDU-Fraktion aber insbesondere bei der zukünftigen Tarifgestaltung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums. Hier liegen die Ausgaben des Klinikums im Vergleich zu anderen Krankenhäusern nachweislich deutlich zu hoch.



Christiane Krause, CDU-Ratsmitglied und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Klinikum Dortmund gGmbH:


„Es ist völlig unstrittig, dass das Klinikum einen leistungsfähigen Personalkörper benötigt. Spätestens jetzt, nach Bekanntgabe der dramatischen Zahlen für das Jahr 2004, muss aber offen und ohne sofortige Denkverbote von Gewerkschaft und Betriebsrat über tarifliche Neuorientierungen nachgedacht werden. Auch Prämien als Leistungsanreize sind unserer Meinung nach sehr gut vorstellbar.“



Weitere Forderung der CDU-Fraktion: für alle Neuinvestitionen, die zukünftig getätigt werden, soll vorab eine Wirtschaftlichkeitsberechnung getätigt werden. Nur solche Investitionen, die für das Betriebsergebnis des Klinikums einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaften, sollen auch umgesetzt werden. Ausgenommen hiervon sind selbstverständlich dringend notwendige Sanierungsarbeiten zur Substanzerhaltung.



Zur Reduzierung der Kosten regt die CDU-Fraktion auch weiterhin an, auf medizinischer Ebene Kooperationen mit anderen Krankenhäusern zu suchen und kostenintensive Leistungen wie Küche, Reinigung und Sterilisation in ein neu zu gründendes Serviceunternehmen auszugliedern.



Zentrale Forderung der CDU-Fraktion bleibt die Einführung einer belastbaren und verlässlichen mittelfristigen Unternehmensplanung.


Hierzu Frank Hengstenberg abschließend:


„Das Klinikum wird nun seit fast genau zwei Jahren als wirtschaftliches Unternehmen, nicht mehr als städtischer Eigenbetrieb geführt. Wenn wir nicht schnellstens zu einer wirklichen kaufmännischen Unternehmensführung inklusive einer wirkungsvollen Kosten- und Leistungsrechnung kommen und sich das Klinikum im Zweifelsfall immer wieder auf ihre ehemalige „Mutter“ Stadt Dortmund zurückzieht, bleiben alle Konsolidierungsbemühungen doch nur ein Herumdoktern an Symptomen. Was wir brauchen, ist eine belastbare mittelfristige Unternehmensplanung, die der Klinikleitung eine gewisse Planungssicherheit gibt. Oberstes Ziel aller Bemühungen muss der Erhalt des Klinikums als einer der größten Arbeitgeber Dortmunds mit über 4000 Mitarbeitern sein.“


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