Das bundesweit bestehende Problem des Schulschwänzens ist auch für Dortmund relevant. Zunehmend bleiben die Schüler dem Unterricht fern. Diese Zeit wird nicht selten dazu missbraucht, Straftaten zu begehen. Die negativen Auswirkungen auf das Sozialverhalten und das Bildungsniveau der schwänzenden Schüler sowie auf deren berufliche Entwicklung liegen auf der Hand. Diesem Trend muss entgegengewirkt werden. Leider konnten durch bisherige Versuche vereinzelter Schulen, Eltern per SMS und Telefonanrufen über das Fernbleiben ihrer Kinder vom Unterricht zu informieren, keine spürbaren Erfolge erzielt werden. Dringender Handlungsbedarf zur Durchsetzung der gesetzlichen Schulpflicht ist somit geboten.

In diesem Zusammenhang bittet die CDU-Fraktion daher um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Welche konkreten Erkenntnisse liegen der Verwaltung über die Zahl von Schulschwänzern in Dortmund vor ?
  2. Gibt es Einschätzungen seitens der Verwaltung, in welchem Verhältnis steigende Kriminalitätsraten von Jugendlichen (z.B. Ladendiebstahl) zu vermehrtem Schulschwänzen steht ?
  3. Welche Voraussetzungen – insbesondere rechtlicher Art – müssen gegeben sein, um ohnehin patrouillierende Ordnungskräfte mit der Überprüfung von Jugendlichen zu betrauen ?

Dabei ist insbesondere die Möglichkeit zu berücksichtigen:

a) Schüler zu schulzeitrelevanten Tageszeiten anzusprechen, um über Angaben zu Namen, Schule und Klasse, mögliches Schulschwänzen durch Rückfrage an der jeweiligen Schule zu ermitteln.
b) den jeweiligen Schüler der Schule unverzüglich zuzuleiten, sofern eine Schulpflicht besteht.
c) Den Eltern Mitteilung über die vollzogene Maßnahme zu machen und diese über den Sachverhalt zu informieren.


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