Tagesordnungspunkt

Sportgroschen
Beschlussvorschlag
Der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit bittet die Verwaltung zu prüfen, inwieweit eine Unterstützung der Initiatoren aus dem Kreis des Fußball- und Leichtathletikverbandes zur Wiedereinführung des Sportgroschens in Dortmund verwaltungsseits möglich, zielführend und umsetzbar ist.

Dabei sind insbesondere folgende Unerstützungsmöglichkeiten v.a. in Hinblick auf Personalressourcen und Kostengesichtspunkten seitens der Verwaltung zu prüfen:

  • Gründung einer Stiftung, in die der „Sportgroschen“ eingezahlt wird
  • Verwaltung durch die Stiftung
  • Erstellung eines Auszahlungsschlüssels, durch den Zahlungen an die jeweiligen Vereine geregelt werden.
  • Überwachung der Mittelverwendung
  • Schaffung von Konditionen, die es allen – auch kleineren Vereinen – ermöglicht, einen Nutzen aus dem Sportgroschen-Fonds zu ziehen.

Begründung
Mit den Änderungen der Pauschalen für Sport- und Übungsleiter werden gravierende Änderungen in der Sportpolitik vollzogen. Zwar stellt das Land 2004 / 2005 insgesamt 45 Mio. € als Sportpauschale im Rahmen des Gemeindefinanzierungsgesetzes, 5 Mio. € für die Ausfinanzierung von Vorhaben mit vorzeitigem Maßnahmenbeginn und ca. 7 Mio. € für die Übungsleiterpauschale zur Verfügung, darüber hinausgehende kommunale- und Landesmittel wird es – auch angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt Dortmund – nicht geben.

Den Dortmunder Sportvereinen stehen daher neben der Übungsleiterpauschale ca. 1,4 Mio. € an Sportpauschale zur Verfügung, mit der erforderliche Renovierungs- und Investitionsmaßnahmen getroffen werden müssen.

Angesichts umfangreicher Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen, die wie z.B. am Stadion Rote Erde und an diversen Bezirkssportanlagen,  an zahlreichen Sportstätten in Dortmund anstehen, erscheint es jedoch zweifelhaft, ob das zur Verfügung stehende Geld ausreicht, um allen Bedürfnissen ausreichend Rechnung tragen zu können.

Die CDU-Fraktion begrüßt daher grundsätzlich die Initiative zur Selbsthilfe aus Kreisen der Leichtathletik, die die Wiedereinführung des sog. Sportgroschens anregt. Danach soll bei Sportveranstaltungen ein geringfügiger Erlösanteil von verkauften Eintrittskarten bzw. von Startgeldern für Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen – auch unabhängig von der Landesförderung – verwendet werden können.

Aus diesem Grund wird die Verwaltung gebeten zu eruieren, inwieweit eine Unterstützung dieses Projekts verwaltungsseits möglich, zielführend und umsetzbar ist.


Verantwortlich: