Frank Hengstenberg sieht Aufsichtsrat Langemeyer in der Pflicht


 



Am morgigen Mittwoch findet die Jahreshauptversammlung der HARPEN AG in den Westfalenhallen statt. An diesem Tag werden die Kleinaktionäre der ältesten börsennotierten Aktiengesellschaft unserer Stadt mittels eines sogenannten „squeeze out“ ausgeschlossen. Dies hat zur Folge, dass die Stadt Dortmund über kein traditionelles börsennotiertes Unternehmen mehr verfügt.



Frank Hengstenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund stellt sich daher die Frage:


„Was bezweckt die RWE AG mit diesem Schritt? Welche Pläne hat die RWE AG mit der HARPEN AG, nachdem die kleinen Aktionäre vor die Tür gesetzt werden?“


Hengstenberg hat die Befürchtung, dass die HARPEN AG ausgeschlachtet, zerlegt oder zerschlagen werden soll. Ein Unternehmen, das kerngesund und hochprofitabel ist. Die HARPEN AG ist in den Bereichen Energie und Immobilien tätig. Für Dortmund ist die geplante Trennung von der Immobiliensparte eine durchaus bedeutsame Entwicklung. Schließlich zählt die HARPEN AG zu den wichtigen Immobilien-Investoren vor Ort.


Frank Hengstenberg appelliert an den Oberbürgermeister, in der morgigen Hauptversammlung einer möglichen Zerschlagung der finanziell gesunden HARPEN AG entschieden entgegenzutreten.


„Der Oberbürgermeister hat aufgrund seiner Funktion als Mitglied des Aufsichtsrates sowohl der RWE AG als auch der HARPEN AG Einfluss auf die Entwicklung der beiden Unternehmen. Schließlich ist die Stadt Dortmund der größte kommunale Aktionär der RWE AG“ so Frank Hengstenberg.


Hengstenberg stellt die Frage, seit wann der Oberbürgermeister von diesen Plänen wusste. „In meiner Eigenschaft als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund fordere ich Sie auf, einer Zerschlagung der HARPEN AG mit allen Mitteln entgegenzutreten“ so Frank Hengstenberg in Sorge um den Verlust weiterer Arbeitsplätze in Dortmund.


Die CDU im Rat der Stadt Dortmund hat sich in den vergangenen vier Jahren insbesondere für eine verstärkte Pflege und Betreuung der Unternehmen vor Ort auf die Fahne geschrieben. „Das Thema Bestandspflege ist vom Oberbürgermeister bisher sträflich vernachlässigt worden, weil er sich lieber um seine Leuchtturmprojekte wie 3do, Phoenix-See und Dortmunder U kümmert“, so Hengstenberg.


Mit dem möglichen Abbau von Arbeitsplätzen bei der HARPEN AG reiht sich somit ein weiterer Baustein in die negative Entwicklung am Dortmunder Arbeitsmarkt ein, Jüngstes Beispiel war erst in dieser Woche der Weggang der Gothaer Versicherung.


Verantwortlich: