Frank Hengstenberg: Dortberg-Hotel wird vom „3do“ blockiert


 



Die CDU-Fraktion erinnert den Oberbürgermeister mit Nachdruck an die Einrichtung eines „Runden Tisches“ in Sachen Projektstand „3do“. Sie erwartet daher in der kommenden Ratssitzung eine ausführliche Berichterstattung zum Stand der Vorbereitungen.



Frank Hengstenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion:


„Wir haben die große Befürchtung, dass die erneute Hängepartie beim Bahnhof die Errichtung eines hochwertigen Hotels im Dortberghaus – dem ehemaligen Planungsamt, aufhält. Dabei könnten wir neue Luxus-Hotels bis zur Fußball WM 2006 gut gebrauchen.“ Hengstenberg kritisiert damit, dass die Stadtverwaltung das Dortberghaus zwar zur Zeit räumt, ein Hotelbetreiber aber weit und breit nicht in Sicht ist.



Jüngste Spekulationen, dass der portugiesische Investor SONAE den Bahnhof ohne die markante Landmarke „Hotelsegel“ errichten möchte, sind für die CDU-Fraktion jedoch genau so wenig hinnehmbar.


„3do soll ein städtebauliches Gesamtensemble mit überregionaler Strahlkraft werden. Einen bloßen Schuhkarton über den Gleisen hätten wir auch schon vor mehreren Jahren haben können. Einkaufszentrum, Entertainment und Hotel gehören zusammen“, so Hengstenberg.



Der Stillstand beim Dortberghaus ist dabei nur ein weiteres Mosaiksteinchen in der Liste der Projekte, die durch die unendliche Geschichte „Bahnhofsüberbauung“ aufgehalten werden.


Manfred Jostes, Vorsitzender des Planungsausschusses, erinnert an weitere Vorhaben, die nicht weiterentwickelt worden sind:


„Vor drei Jahren wurde uns ein hervorragender Entwurf zur Umgestaltung der ehemaligen Thier-Brauerei vorgestellt. Was hat sich seitdem getan? Nichts! Das gleiche gilt fürs Dortmunder U. Zwölf Jahre stand die ehemalige Brauerei auch wegen der Unsicherheit am Bahnhof leer. Was machen wir heute? Wir siedeln dort ein städtisches Museum an. So sieht unserer Meinung nach weitsichtige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung gerade nicht aus.“



In der Ratssitzung am 17.06.2004 möchte die CDU-Fraktion aber auch den Focus richten auf die bisherige Arbeit der städtischen Projektgruppe „6/MTC“. Nicht nachvollziehbar ist für Manfred Jostes, wie erst jetzt das Thema „Gefahrguttransporte“ in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken konnte. „Die Projektgruppe wurde vor vier Jahren extra im Planungsdezernat installiert, um steuernd und moderierend den gesamten Prozess zu begleiten. Das Thema ist daher nicht neu und wurde schon beim alten „UFO“ diskutiert. Insofern erwartet die CDU auch weiterhin, dass sich die Projektgruppe aktiv für die städtischen Belange einsetzt.“


Verantwortlich: