Tagesordnungspunkt
Erfahrungsbericht zur Umsetzung der Offenen Ganztagsschule in Dortmund

Beschlussvorschlag

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, Anstrengungen zu unternehmen, die Sozialarbeit – insbesondere an den Nordstadt-Schulen – nachhaltig zu verbessern. Ziel einer solchen Sozialarbeit als Bindeglied zwischen Schule und Elternschaft muss es sein, durch Aufklärungs- und Vermittlungsarbeit das gegenseitige Bewusstsein für kindliche Bedürfnisse und pädagogische Erfordernisse zu schärfen.
  1. Im Zuge einer Planungssicherheit ist die Arbeit von Sozialarbeitern bzw. speziell geschultem Lehrpersonal an den jeweiligen Schulen langfristig zu garantieren, indem entsprechende Stellen nicht nur kurzzeitbefristet als „Lehrerstellen“ sondern über mehrere Jahre verbindlich an den Schulen integriert werden.
  1. Insoweit ist zunächst bei den zuständigen Stellen der Bezirksregierung in Arnsberg sowie beim Land NRW darauf hinzuwirken, dass geeignetes Personal bzw. Lehrpersonal mit entsprechender fachlicher Qualifikation, langfristig an die jeweiligen Schulstandorte gebunden und eine Finanzierung ausreichend gewährleistet wird.
  1. Darüber hinausgehende Personalbedarfe sind durch Kooperationsvereinbarungen mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege zu decken. Den Schulleitungen soll es einzelfallbezogen möglich sein, auf entsprechend geschultes Personal der Träger zurückgreifen zu können. Dabei bietet die ohnehin vorhandene Präsenz der Wohlfahrtsverbände an den Schulen beste Voraussetzungen für eine enge Zusammenarbeit, um Problemlösungen auch kurzfristig herbeiführen zu können.
  1. Grundsätzlich ist individuell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen der jeweiligen Schulen nach einer bedarfsorientierten Sozialarbeit einzugehen. Insbesondere müssen auch Planungen für den Zeitraum nach Auslaufen von Urban II Projekten perspektivisch berücksichtigt werden, um optimale Voraussetzungen für eine zielgerichtete Sozialarbeit bieten zu können.
  1. Die Verwaltung wird beauftragt, regelmäßig in den zuständigen Fachausschüssen über den jeweiligen Stand der Bemühungen zu berichten.

Begründung
Im Zuge anhaltender Diskussionen über Qualität von schulischer Verpflegung und unzureichender Ernährungsweisen von Schulkindern – insbesondere im Dortmunder Norden -, ist dringender Handlungsbedarf geboten. Gefragt sind zielführende Maßnahmen. Zahlreiche Gespräche mit Betroffenen haben aufgezeigt, dass vor allem an den Schnittstellen zwischen Schulen und Elternschaft Aufklärungs- und Vermittlungsbedarfe bestehen, um ein entsprechendes Problembewusstsein zu schaffen. Dem im Sinne eines zielführenden Dialogs zwischen Eltern und Schulen nachzukommen, ist eine vordringliche sozial-pädagogische Aufgabe. Zur Zeit wird diese Tätigkeit überwiegend von Lehrpersonal, u.a. im Rahmen eines sog. Zeitbudgets durchgeführt, das jeweils zeitlich eng befristet durch Landesmittel finanziert wird. Enge zeitliche Bindungen führen jedoch zwangsläufig zu Einschränkungen bei der Qualität und Nachhaltigkeit der zu leistenden (Sozial-)Arbeit.

Damit jedoch eine nachhaltige und fruchtbare soziale und pädagogische Arbeit langfristig gewährleistet werden kann, ist es zwingend erforderlich, sowohl für die Schulen, als auch für Eltern, Schüler, Sozialarbeiter und Pädagogen, eine entsprechende Planungssicherheit zu schaffen, die nur über mehrjährige verlässliche Zusammenarbeit und Personalbindung gewährleistet werden kann. Aus diesem Grund wird die Verwaltung beauftragt, sich sowohl bei den zuständigen Stellen des Landes NRW und der Bezirksregierung für eine verlässliche Personalplanung einzusetzen, als auch Kooperationsgespräche mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege mit dem Ziel zu führen, entsprechende Aufgaben wahrzunehmen. Dabei ist im Zuge einer ganzheitlichen Betrachtungsweise neben langjährigen Erfahrungen im Bereich sozialer Arbeit, auch die große Bandbreite verschiedener Arbeitsfelder (Gewaltprävention, Bekämpfung von Schulentzug- und Schulmüdigkeit, Schuldnerberatung) der Wohlfahrtsverbände nutzbar zu machen.


Verantwortlich: