Hengstenberg: Schulsanierung ein Fass ohne Boden

Bestätigt sieht sich die CDU in ihrer Forderung nach einer konsequenten Umsetzung der Schulsanierung in Dortmund. Wie neuerlich entdeckte Asbestbelastungen an Grundschulen zeigen, sind die Probleme noch längst nicht bewältigt. So wird Containerunterricht zumindest auch an zwei Schulen in Scharnhorst im nächsten Schuljahr zum Regelfall werden.


 


Frank Hengstenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion:


„Die Schulsanierung in unserer Stadt ist ein Fass ohne Boden. Jahrelange Untätigkeit der Stadtspitze hat uns dahin gebracht, wo wir heute stehen. An einen Punkt, an dem noch immer kein Ende des Sanierungsbedarfs abzusehen ist. Stattdessen werden wir stets aufs Neue mit Hiobsbotschaften über Asbestbelastungen, marode Schulräume, defekte Sanitäranlagen und verfallende Bausubstanzen konfrontiert. Das Ergebnis ist, dass Lehrer und Schüler gezwungen sind, Unterricht in Baucontainern abzuhalten. Da ist es nur schwer verständlich, dass der Oberbürgermeister verkündet, Dortmund nehme in Sachen Schule landesweit eine Spitzenposition ein. Denn so lange in unserer Stadt Schüler gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt sind, Unterrichts- und Fachräume nicht zur Verfügung stehen und gesetzliche Sicherheitsrichtlinien nicht eingehalten werden, ist dies alles andere als Spitze.“


 


Hintergrund ist die Mitteilung der städtischen Immobilienwirtschaft, wonach bei baulichen Brandschutzmaßnahmen an der Kautsky- und Buschei-Grundschule in Scharnhorst erhebliche Asbestbelastungen aufgefallen sind. Diese werden aufgrund der anstehenden Sanierungen für das nächste Schuljahr einen Containerunterricht erforderlich machen. Bei der ebenfalls betroffenen Westholz-Grundschule stehen konkrete Ergebnisse noch aus.


 


„Insgesamt haben wir 252 Mio. € in den letzten fünf Jahren für Schulbausanierung ausgegeben. Das ist jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zu dem, was noch an Investitionen ansteht. Denn um sämtliche Missstände zu beseitigen, müssen wir sicherlich noch mal das Dreifache an Geld in die Hand nehmen, formuliert Walter Knieling, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, die Zielsetzung für die Zukunft.


Auch den Verantwortlichen hat Walter Knieling bereits ausgemacht.


„Wenn der Oberbürgermeister in den neun Jahren seiner Zeit als Schuldezernent nicht versagt und Sanierungsarbeiten durchgeführt hätte, als diese notwendig und finanzierbar waren, hätten wir heute nicht diese Probleme. Zwar hat die CDU mit der Prioritätenliste und der Bestandsaufnahme der dringlichsten Sanierungsfälle bereits kurz nach der letzten Wahl dafür gesorgt, dass sich der bauliche Zustand mancherorts verbessert hat, alle Fehler der Vergangenheit konnten damit jedoch noch nicht behoben werden. Dafür ist das entstandene Chaos einfach zu groß“, sieht Walter Knieling in der Schulbausanierung eine der größten Aufgaben für die Zukunft.


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