Hengstenberg: Umsetzung in neuer Ratsperiode

Die Ansiedlung einer Internationalen Schule in Dortmund ist nach Ansicht der CDU ein wesentlicher Faktor zur Verbesserung des Standortes Dortmund. Dazu sollen die Planungen und Umsetzungen dieses Vorhabens nach dem Willen der CDU direkt zu Beginn der neuen Ratsperiode in Angriff genommen werden. Dabei wird einem privat betriebenen Modell der Vorrang eingeräumt.


 


Dazu Frank Hengstenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion:


„Mit einer Internationalen Schule wird der Standortfaktor in Dortmund erheblich gestärkt. Ein solch zusätzliches Angebot bedeutet nämlich nicht nur einen zusätzlichen Schub für die Bildungslandschaft in Dortmund. Auch wird eine Magnetwirkung auf ansiedlungswillige Unternehmen mit zusätzlichen Arbeitsplätzen in unserer Stadt entstehen. Entscheidend dabei ist jedoch, dass es zu keiner Konkurrenz zu den öffentlichen Schulen kommt“, hält Hengstenberg aus diesem Grund auch den Ansatz des Oberbürgermeisters für falsch, ein öffentliches Betreibermodell zu favorisieren. „Ein solches Vorgehen würde niemals funktionieren. Nicht nur, dass die dafür erforderlichen Mittel aus dem Schulverwaltungsfond abgezweigt werden müssten, auch würde eine solche Schule bestenfalls bilingual sein können. Damit würden die hohen Ansprüche, die eine Internationale Schule stellt, niemals erfüllt werden“, haben Frank Hengstenberg und der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Walter Knieling, bereits ein konkretes Konzept vor Augen.


 


Dieses sieht u.a. vor, dass an der Internationalen Schule nicht nur Kenntnisse in fremden Sprachen vermittelt werden. Vielmehr soll sie Schülern zur Verfügung stehen, die ins Ausland wollen bzw. von dort kommen. Der Integrationsansatz steht dabei an erster Stelle.


 


„Obwohl ein entsprechender Bedarf vorhanden ist, bestehen in unserer Region zur Zeit keine Angebote für Kinder von Mitarbeitern ausländischer Firmen und Unternehmen. Für diese Kinder ist es aufgrund fehlender Unterrichtsmöglichkeiten und bestehender Sprachbarrieren unmöglich, einen entsprechenden Schulabschluss zu machen. Diese Möglichkeit wird ihnen durch diesen Schultyp geboten, bei dem es unabhängig von Klassenjahrgang und Zeitpunkt möglich sein muss einzusteigen oder die Schule zu wechseln. Selbstverständlich muss eine solche Schule aber nicht nur ausländische Schulabschlüsse, wie den amerikanischen oder britischen Abschluss anbieten, sondern auch das deutsche Abitur nach 12 Jahren. In diesem Zusammenhang halte ich es für erforderlich, dass mindestens ein 35%iger Anteil deutscher Schüler eine solche Schule besucht“, hält Walter Knieling eine Ausgewogenheit zwischen deutschen und ausländischen Schülern für eine funktionierende Integration unentbehrlich.


 


Nicht nur individuell auf den Einzelfall zugeschnittene Stundenpläne und Klassengrößen, sondern auch ein angestrebtes Lehrer – Schüler – Verhältnis von 1:10 sowie erstklassige schulische Rahmenbedingungen und hohe Bildungsstandards, sollen die Grundlage bieten für eine international konkurrenzfähige Schule, die ebenfalls im Ganztagsschulbetrieb und mit vorgeschaltetem Kindergarten laufen soll.


 


„Dabei wird für die Umsetzung der erste Schritt der Entscheidende sein“, halten Frank Hengstenberg und Walter Knieling eine Beteiligung verschiedener Akteure sowohl bei der Standortfrage als auch bei der konkreten Umsetzung des Projekts für sinnvoll.


„Wir können uns im Rahmen eines privaten Engagements durchaus vorstellen, neben interessierten heimischen Unternehmen, der IHK und der Stadt Dortmund, auch das Land NRW und die jeweiligen Eltern mit ins Boot zu nehmen“, kündigt Frank Hengstenberg intensive Kontaktaufnahmen nach dem 26. September an.


„Uns ist dieses Thema einfach zu bedeutsam, als dass wir es der Gefahr aussetzen möchten, im politischen Wahlkampf verheizt zu werden. Denn nur wenn alle bei einem solchen Projekt in Frage kommenden Stellen an einem Strang ziehen, kommt dies der Stärkung des Standortes Dortmunds zu Gute“, begründet Frank Hengstenberg seine augenblickliche Zurückhaltung.


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