Gerda Horitzky: 400.000 Euro sind nur Tropfen auf den heißen Stein
  Letzte Woche stellte NRW-Städtebauminister
  Vesper die Liste derjenigen Städte vor, die vom
  neuen Förderprogramm „Stadtumbau West“ in
  Nordrhein-Westfalen profitieren sollen.
  Die CDU-Ratsfraktion war schneller: Genau dieses
  Förderprogramm haben die Christdemokraten
  auf die Planungsausschusssitzung am 08.12.2004 setzen lassen. Stadtrat Sierau soll dabei gebeten werden, welche Bemühungen er unternommen hat, dass auch die Stadt Dortmund an dem Förderprogramm partizipieren kann (siehe Antrag vom 23.11.2004 in der Anlage).


Gerda Horitzky, wohnungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion:
„Die zugedachten 400.000 Euro für Dortmund sind leider nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, die nicht wirklich etwas bewegen können. Was wir in Dortmund brauchen, ist ein abgestimmtes Stadtumbaukonzept, mit dem Wohngebiete mit einer hohen Leerstandsquote attraktiver gestaltet, sozial stabilisiert und baulich modernisiert werden können. Auch durch gezielte Rückbaumaßnahmen kann unserer Meinung nach die städtebauliche Struktur verbessert und dabei das Wohnungsangebot der Nachfrageentwicklung angepasst werden“.


Die angesprochenen Rückbaumaßnahmen müssen nach Meinung der CDU-Fraktion auf verschiedenen Wegen erfolgen. Zum einem müsse für die zentralen, vielgeschossigen Gebäude eine Reduzierung der Geschosszahl in Betracht gezogen werden. Der geordnete Teilrückbau sollte durch Abtragen einzelner Geschosse erfolgen. Keinerlei Denkverbote sollte es auch geben, wenn über den Totalabriss einzelner Hochhäuser nachgedacht werden soll.


Bereits heute gibt es in Dortmund Häuser, die in Anbetracht ihres kompletten oder teilweisen Leerstandes für einen Abriss oder ein Teilrückbau in Frage kommen. Gerda Horitzky hat hier als Bewohnerin der Nordstadt insbesondere das 17-stöckige sogenannte „Horrorhaus“ an der Kielstraße 26 ins Visier genommen, das seit mehr als zwei Jahren völlig leer steht und zunehmend verwahrlost. Aber auch einzelne leerstehende Einfamilienhäuser sollten abgeräumt werden, wenn eine adäquate Weiternutzung nicht mehr möglich sei, so Gerad Horiztky.


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