Frank Hengstenberg: „Projekt weiter integrationsfeindlich“
  CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg
  bleibt bei seinem „Nein“ zum Vorhaben, am
  Grimmelsiepen ein türkisches Kulturzentrum samt
  angeschlossener Wohnbebauung zu errichten.
  Die Meldung vom Dienstag, dass der Türkisch-
  Islamische-Kulturverein nunmehr nicht selbst den
  Wohnbau in die Hand nehmen möchte, ändert 
nach Meinung Hengstenbergs nichts an der Gesamtsituation.



Frank Hengstenberg begründet seine ablehnende Haltung:
„Wenn jetzt ein anderer Bauträger die Wohnbebauung errichten soll, dann ändert sich absolut nichts daran, dass die 54 Eigenheime hauptsächlich von türkischen Mitbürgern bezogen werden. Es ist doch ein Irrglaube anzunehmen, nur weil jetzt vielleicht ein deutscher Investor mit ins Boot steigt, ein Wohngebiet mit Menschen verschiedenster Bevölkerungsgruppen errichten zu können. Die Gesamtkonzeption des Projektes ist und bleibt integrationsfeindlich und führt zur Errichtung einer Parallelgesellschaft.“ 


Hengstenberg bezieht sich bei seiner Ablehnung auf die Äußerungen des Projektarchitekten Isa Karatas, der ausdrücklich betont habe, dass die Gesamtkonzeption unbedingt erhalten bleiben müsse. Gleichzeitig kritisiert der die Verlautbarung des Oberbürgermeisters, dass die Errichtung der Moschee jetzt losgelöst betrachtet werden könnte von der Wohnbebauung, als Augenwischerei. „Wenn das Projekt jetzt entgültig mittels eines vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf die Reise geschickt werden soll, so können wir die betroffenen Hörderinnen und Hörder nur ermuntern, Einspruch einzulegen und sich weiter mutig gegen die Errichtung dieses integrationsfeindlichen Experimentes zu stemmen!“, so Hengstenberg. 

Gleichzeitig betont der CDU-Fraktionschef aber, dass die CDU weiter die freie und würdevolle Religionsfreiheit für muslimische Mitbürger einfordere. „Bei den vielen Hinterhofsituationen sind häufig Nachbarschaftskonflikte vorprogrammiert. Wir hatten im Zuge der Neuaufstellung gefordert, geeignete Standorte für Moscheen auszuweisen. Leider konnten seinerzeit auch mit diesem sinnvollen Antrag nicht gegen die rot-grüne Ratsmehrheit durchsetzen“, so Hengstenberg abschließend.


Verantwortlich: