Frank Hengstenberg: „Stüdemann hat versagt!“ 


  Das Bäderkonzept der Stadt ist gestorben –
  die CDU fragt sich, wie es zukünftig mit den


  11 Dortmunder Hallenbädern weitergehen soll.


  Fast vier Jahre sind vergangen, seit der Rat im


  April 2001 beschloss, die Hallenbäder öffentlich 
  auszuschreiben und in eine private oder Vereins-
  trägerschaft zu übergeben.



 


Jetzt muss die Politik leider erfahren, dass die Übergabe von sieben Hallenbädern an den Niederländischen Investor LACO nicht klappt.


 


CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg will das „Ergebnis“ so nicht einfach hinnehmen:


„Mit der Übergabe von vier Bädern an die Dortmunder Schwimmvereine waren wir auf einem guten Weg. Was jetzt aber Sportdezernent Stüdemann als Verhandlungsergebnis mit LACO präsentiert, ist schlicht ein Schlag ins Kontor. Er hat vier Jahre verhandelt, die Politik immer wieder vertröstet mit den Worten, man sei auf einem guten Weg, und jetzt das. Stüdemann hat versagt“.


 


Als Ergebnis der Verhandlungen sollen die verbliebenen sieben Hallenbäder nun auf Vorschlag der Verwaltung unter städtischer Regie weiterbetrieben werden. Dies entspricht aber ausdrücklich nicht dem Ratsbeschluss vom Juli 2002, wonach vier Bäder zu schließen seien, wenn eine Übergabe der verbliebenen sieben Bäder nicht klappen sollte.


 


Für die CDU sind daher neue Ideen gefragt. Eine Möglichkeit, sich als Stadt von den Bädern zu trennen, gleichzeitig aber den öffentlichen Badebetrieb aufrecht zu erhalten, hat Frank Hengstenberg in den Dortmunder Nachbarstädten Bergkamen und Selm ausgemacht. Dort ist das jeweilige Bad an einen ortsansässigen Physiotherapeuten übergeben worden, der das Hallenbad in ein „Gesundheitszentrum“ umgewandelt hat. Diese Möglichkeit sei für Dortmund überhaupt noch nicht überprüft worden, so Hengstenberg.


 


Hengstenberg erinnert aber auch an einen bestehenden Ratsbeschluss:


„Den Beschluss, Bäder aus finanziellen Gründen heraus notfalls schließen zu müssen, haben wir seinerzeit gemeinsam mit der SPD gefasst. Beide Fraktionen waren sich bewusst, dass im Rahmen der Infrastrukturrevision notfalls auch vor den Bädern nicht Halt gemacht werden dürfe. Ich bin gespannt, ob die Sozialdemokraten den Mut haben, am Schließungsbeschluss festzuhalten. In meiner Fraktion werden wir in den nächsten Tagen das Für und Wider der Schließung einzelner Bäder intensiv diskutieren.“


 

Große Zweifel hat die CDU, dass die Vereine, die die Bäder in Hörde, Aplerbeck, Scharnhorst und Eving übernommen haben, dem Vorschlag der Verwaltung zustimmen werden. „Der Mut und das Engagement der Vereine ist auf breite Zustimmung in der Politik gestoßen. Wenn sie jetzt jedoch sehen, dass die übrigen Bädern weiter städtisch betrieben werden sollen, habe ich die Befürchtung, dass die Vereine erneut auf die Stadt zukommen und finanzielle Nachbesserungen für den Betrieb der Bäder einfordern


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