Jürgen Böhm: „Weitere private Partner mit ins Boot
nehmen!“
 
  Nach ausgiebiger Diskussion innerhalb
  der Fachfraktion will die CDU versuchen,
  alle Hallenbäder in Dortmund auch mit neuen
  zukunftsfähigen Konzepten zu erhalten.


 


  


 




Jürgen Böhm, neuer sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:


„Nach dem Scheitern des Bäderkonzeptes, wonach sieben Hallenbäder an den Privatinvestor LACO übergeben werden sollten, ist nun unser Bestreben, keines der Bäder zu schließen.


Gute Erfahrungen haben wir mit der Übergabe von vier Hallenbäder an die ortsansässigen Vereine gemacht.“


 


Da die Verhandlungen als gescheitert gelten, müssen sich nun der Oberbürgermeister und sein Sportdezernent Jörg Stüdemann die Kritik gefallen lassen, dass man zwei Jahre lang einen Ratsbeschluss zur Schließung der Bäder ignoriert hat.


Am 11.07.2002 hat der Rat den Beschluss gefasst, dass wenn keine Übergabe der Bäder zum 01.01.2003 erfolgt ist, vier Hallenbäder schließen müssen.


Dass die sieben betroffenen Bäder nun bei der Stadt Dortmund bleiben sollen, hat mit einem nachhaltigen Bäderkonzept nichts mehr zu tun. Zumal der Teilerfolg mit der Übernahme der ersten vier Bäder in Aplerbeck, Eving, Hörde und Scharnhorst auch nur auf dem Rücken der dortigen Schwimmvereine und unter Druck der damaligen Situation erkauft wurde.


 


„Jörg Stüdemann hat den Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit quartalsweise hingehalten, indem er immer wieder behauptet hat, dass die Vertragsverhandlungen mit LACO kurz vor dem Abschluss stehen.


Es müssten lediglich noch Kleinigkeiten mit dem Finanzamt hinsichtlich der Mehrwertsteuer geklärt werden. Das war alles nur Augenwischerei.


 


 


Nun sollen die Bäder laut Stüdemann bei der Stadt bleiben, wobei durch den derzeitigen Investitionsstau nur 500.000 € im Jahr für die Instandhaltung und Sanierung veranschlagt werden. Bei einem Bedarf von 11 Mio. € für die Komplettsanierung der Bäder hätten wir bei dieser weiteren „Wurschtelei“, beginnend 2006, im Jahre 2028 sechs sanierte Hallenbäder auf einem technischen Stand der 70er Jahre,“ so Jürgen Böhm.


 


Die CDU-Fraktion fordert daher die Verwaltung auf, dem Rat eine neue langfristige Zukunftsperspektive für die Bäderlandschaft in Dortmund vorzulegen.


Erste Maßnahmen sollten beispielsweise sein, dass weitere Vereine und andere private interessierte Akteure für die Übernahme oder Teilaktivitäten in den Anlagen einzelner Schwimmstätten oder Bereiche gewonnen werden können.


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