Tagesordnungspunkt

Bäderkonzept

Beschlussvorschlag

Der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit empfiehlt dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Rat der Stadt Dortmund die Beschlussvorlage in ihrer jetzigen Form zurückzuweisen. Er stellt fest, dass seit der Übergabe von vier Dortmunder Hallenbädern an Vereine zum 01.01.2003 keinerlei Ergebnisse mit dem privaten Investor LACO erzielt werden konnten.

Stattdessen wird die Verwaltung beauftragt, eine neue langfristige Zukunftsperspektive für die Bäderlandschaft in Dortmund vorzulegen, mit dem Ziel, alle Dortmunder Hallenbäder zu erhalten.
Folgende Maßnahmen sind dabei zu berücksichtigen:

  1. In erster Linie sind Gespräche mit den ortsansässigen bzw. betroffenen Vereinen zu führen, wobei zu klären gilt, ob auch hier eine Übernahme eines Hallenbades gewährleistet werden kann.
  2. Es ist zu prüfen, ob nicht auch andere Akteure in privat-öffentlichen Partner schaften für die Übernahme oder Teilaktivitäten in den Anlagen einzelner Schwimmstätten oder Bereiche gewonnen werden können.
  3. Als Arbeitsgrundlage für die Verwaltung soll das Geminus-Gutachten „Attraktivierungskonzept Bezirksbäder“ herangezogen werden. Dabei sollen insbesondere folgende alternative Gebäudetypen in Betracht kommen:
    – Schulschwimmbad und Vereinsbad
    – Therapiebad und Behindertenbad
    – Heilbad und Erlebnisbad
    – Gemeinschaftsbad
    – allgemeine Aufwertung

Begründung

Nach dem Scheitern des Bäderkonzeptes, wonach sieben Hallenbäder an den Privatinvestor LACO übergeben werden sollten, ist es nun die Aufgabe der Verwaltung sicherzustellen, dass keines der Bäder geschlossen werden muss.

Laut Verwaltungsvorlage sollen nach dem derzeitigen Investitionsstau nur 500.000 € im Jahr für die Instandhaltung und Sanierung veranschlagt werden. Bei einem Bedarf von 11 Mio. € für die Komplettsanierung der Bäder hätten wir, beginnend 2006, im Jahre 2028 sechs sanierte Hallenbäder auf einem technischen Stand der 70er Jahre.

Um die Bäderlandschaft in Dortmund weiter zu attraktivieren, müssen neue zukunftsfähige Perspektiven vorgelegt werden. Es sollen daher auch einzelne Bäder bzw. Teilbereiche von Bädern vermarktet werden.

Aus diesem Grund wird die Verwaltung gebeten, neue Perspektiven zu entwickeln, die einen nachhaltigen Fortbestand der Hallenbäder sichert.


Verantwortlich: