Die CDU-Fraktion hat sich bisher
  dafür eingesetzt, Kinder und
  Jugendliche aus Migrantenfamilien
  in das Lern- und Schulsystem
  zu integrieren.
  


 



Mit Schrecken hat Walter Knieling, Sprecher der CDU-Fraktion im Schulausschuss, daher auf den Vorschlag von Reinhold Giese von der SPD reagiert, die Anne-Frank-Gesamtschule zu einer Schwerpunktschule für Türkisch einzurichten.


 


Dazu Walter Knieling:


„SPD muss sich entscheiden, was sie mit den Migrantenkindern in Dortmund plant. Einerseits werden Fördermaßnamen für Kinder mit Migrationshintergrund finanziert und Förderprojekte durchgeführt, aber jetzt soll eine Schule den Schwerpunkt Türkisch bekommen, nur weil dort der überwiegende Teil der Kinder türkisch spricht. Gerade hier muss doch die Priorität sein, dass die Kinder deutsch lernen und ihnen Chancengleichheit auf Eingliederung in das Leben hier gegeben wird, die Migrantenkinder an anderen Schulen auch erfahren.“


 


Einen Vergleich zieht Reinhold Giese von der SPD zum Max-Planck-Gymnasium in Dortmund, wo es einen Schwerpunkt Portugal gibt. Nur ist dieser Vergleich weit her geholt, sprechen doch die portugiesichen Schüler dort einwandfrei deutsch. Hier sollen die Schüler lediglich weiter in ihrer Muttersprache gefördert werden, müssen aber nicht nebenher in die deutsche Sprache integriert werden.


 


Von der schwierigen Situation an der Anne-Frank-Gesamtschule hat sich die CDU-Fraktion im Schulausschuss am heutigen Dienstag bei einem Besuch vor Ort ein Bild gemacht. Im Gespräch mit der Rektorin wurde deutlich, dass hier umgehend gehandelt werden muss, auch mit Blick auf die Schüler anderer Nationalitäten an der Schule.


 


 


Walter Knieling:


„Das Erlernen der deutschen Sprache ist gerade für Kinder von großer Wichtigkeit, die aus Migrantenfamilien oder sozialen Brennpunkten stammen. Für die CDU besteht auch weiterhin Priorität, sich für die Bildung der Kinder in unserer Stadt einzusetzen. Denn jedem Kind muss gewährleistet werden, dass es in der Schule chancengleich und optimal gebildet wird.“


 


Resultat des heutigen Schulbesuchs ist für die CDU-Fraktion, dass die Sprachförderung im Vorschul- und Primarbereich frühzeitig verstärkt werden muss, und dies auch unter Einbeziehung des Elternhauses. Aufgabe der Stadt muss es jetzt sein, ein stadtbezirksbezogenes Programm zur Verbesserung der Sprachkompetenz zu entwickeln. Im Gegenzug ist das Land gefordert, für diesen Bereich mehr Lehrstellen bereit zu stellen, um kleinere Lerngruppen einzurichten.


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