CDU fordert schnelles Vorgehen gegen „Dicke Luft“
  Beim heutigen Ortstermin an der Brackeler
  Straße diskutierte CDU-Fraktionsvorsitzender
  Frank 
Hengstenberg mit Umweltsamtsleiter
  Dr. Wilhelm Grote die Konsequenzen der
  EU-Grenzwerte für Feinstäube auf den
  Dortmunder Straßenverkehr.
  Hengstenberg forderte die Stadt Dortmund
dabei auf, möglichst schnell etwas gegen die „dicke Luft“
insbesondere in der Dortmunder Nordstadt zu unternehmen.



Frank Hengstenberg:
„Ich freue mich, dass Umweltdezernent Sierau den Ernst der Lage erkannt hat, nachdem ich im Dezember den Oberbürgermeister über den Inhalt der Vorlage informiert habe. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt. Was wir benötigen, ist ein kurzfristiger Aktionsplan und einen langfristigen Luftreinhalteplan.“ 


Die von der Verwaltung ins Spiel gebrachte LKW-Route durch die Westfalenhütte zur Entlastung der Brackeler Straße brauche noch mehrere Jahre bis zur Realisierung, so Frank Hengstenberg. Insofern seien Sofortmaßnahmen wie die Verlegung der Pförtnerampel auf der Brackeler Straße Richtung Osten gefragt. Hengstenberg schätzt die Kosten allein für die Verlegung dieser Ampel auf etwa 300.000 Euro, da diese komplett an das Verkehrsleitsystem der Stadt angeschlossen werden und gleichzeitig durch Videokameras zur Messung der Verkehrsdichte überwacht werden müsse.



Der CDU-Chef kritisiert, dass die Stadt in Person von Umweltdezernent Sierau das Problem bisher totgeschwiegen hat. „Andere Städte wie Düsseldorf, Krefeld, Hagen und Duisburg haben bereits Luftreinhaltepläne in enger Kooperation mit dem Regierungspräsidium aufgestellt. Ein Blick in den Landeshaushalt NRW verrät zudem, dass pro Jahr 1.000.000 Euro zur Untersuchung von lokalen Belastungsschwerpunkten zur Verfügung gestellt werden. Essen, Köln, Münster, Leverkusen, Mönchengladbach haben Mittel angemeldet, Dortmund leider nicht!“


Die CDU-Fraktion hat das Thema daher erneut auf die Tagesordnung der nächsten Umweltausschusssitzung setzen lassen. Dabei soll die Frage gestellt werden, welche Sofortmaßnahmen ergriffen werden können, welche Haushaltsmittel für 2005 dafür zur Verfügung stehen und wie mit der ebenfalls brisanten Verwaltungsvorlage hinsichtlich einer Lärmminderungsplanung weiter umgegangen werden soll.


Verantwortlich: