Rosemarie Liedschulte: „Politik muss jetzt handeln“


 
  In den letzten Tagen konnte man der Presse
  entnehmen, dass konfessionelle Kindertages-
  einrichtungen aufgrund zunehmender Finanznot
  von Schließungen bedroht sind. Die Möglichkeit
  einer Rettung der Gruppen bestünde, wenn die
  Stadt finanzielle Unterstützung zusichere.



Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss:


„In den allerersten Lebensjahren machen Kinder ihre wichtigsten sozialen Erfahrungen und erlernen für ihr späteres Leben prägende Verhaltensweisen. Kindertageseinrichtungen tragen erfolgreich dazu bei, dass Kinder eine Chance bekommen, sich körperlich, psychisch und sozial gesund zu entwickeln. Die Schließung von Gruppen hätte verheerende Auswirkungen auf die Bildung und Erziehung unserer Kinder. Das muss verhindert werden, auch wenn dies bedeutet, dass die Stadt den konfessionellen Trägern finanziell unter die Arme greifen muss.“


 


Die CDU-Fraktion wird zur nächsten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses am 07.04.2005 eine Anfrage stellen, in dem sie die Verwaltung auffordert, einen Bedarfsplan für Kindertageseinrichtungen und umgehend ein Gesamtkonzept unter Einbeziehung aller Träger (freie Träger und städt. Einrichtungen) in Dortmund vorzulegen. Dabei sollen gleichzeitig Überlegungen dahingehend aufgestellt werden, die 0-3 jährigen Kinder in Kindertageseinrichtungen mit zu integrieren.


 


Dazu Rosemarie Liedschulte:


„Aufgrund demografischer Entwicklungen muss geklärt werden, wie groß der Bedarf an Kindertageseinrichtungen für die nächsten Jahre in Dortmund ist. Hinzu kommt, dass aufgrund gesetzlicher Bestimmungen die Stadt verpflichtet ist, jedem Kind Anspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung zu gewährleisten. Auch nicht zu vergessen, dass durch Hartz IV zukünftig der Bedarf alleinerziehender Mütter an Kindertageseinrichtungen steigen wird. Eventuell überschüssige KiTa-Plätze könnten in altersgemischte Gruppen umgewandelt werden. So könnten die ganz „Kleinen“ von den „Großen“ lernen und die „Großen“ lernen, Verantwortung für die „Kleinen“ zu übernehmen.“


 


Der Besuch eines Kindergartens, der Kontakt zu andern Kindern, das Erlernen einfacher Fähigkeiten beim Basteln und Spielen, die Auseinandersetzung in der Kindergruppe mit Gleichaltrigen sind elementare Bestandteile einer normalen kindlichen Entwicklung.


Dies ist gerade für Kinder von großer Wichtigkeit, die aus schwierigen Familienverhältnissen oder sozialen Brennpunkten stammen. Ebenfalls wichtig ist die gezielte Sprachförderung, die gerade im Vorschulbereich die Weichen für die Zukunft eines Kindes stellt. Es muss ein flächendeckendes Konzept entwickelt werden, dass in jeder Kindertageseinrichtung Anwendung findet und umgesetzt wird.


„Wenn wir das „Familienprojekt“ ernst meinen, dann hat es jetzt Priorität, sich für das Wohl aller Kinder bzw. aller Familien in unserer Stadt einzusetzen. Allen Kindern in unserer Stadt muss gewährleistet werden, dass sie bis zur Einschulung optimal und chancengleich vorbereitet werden. Denn eins dürfen wir nicht vergessen: die Kinder von Heute, sind unsere Zukunft!“, so Rosemarie Liedschulte.


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