Knud Follert: „OB macht Rolle rückwärts“
  Die CDU-Fraktion zeigt sich verwundert über
  die Rücknahme der nichtöffentlichen 
 
Vorlage i.S. „Dortmunder U“ durch
  den OB. Gleichzeitig unterstreicht
  sie ihre Kritik an dem Vorhaben 
 
des OB in den sechs Etagen des U
  eine neue Dortmunder Museums-
  landschaft zu etablieren.



Knud Follert, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:
„Wir hätten den Ankauf des U durch die Stadt für einen symbolischen Preis definitiv nicht mitgemacht. Völlig unberücksichtigt bleiben die Baukosten, die wir mit mindestens 50 Mio. € beziffern. Bei einer Arbeitslosenquote von fast 19 % in Dortmund können wir uns ein weiteres Prestigeobjekt des Oberbürgermeisters auf keinen Fall leisten.“



Die Planungen der Verwaltung gehen davon aus, die insgesamt 17.000 qm unter dem U komplett für Museumsnutzung vorzusehen. Follert schätzt die Betriebskosten auf ca. 5 Euro pro Quadratmeter und Monat, Damit entstünden der Stadt alleine Betriebskosten von über 1 Mio. Euro pro Jahr, wobei andere Kosten noch nicht berücksichtigt sind. Haushaltsmittel hierfür sind im Haushaltsentwurf 2005 nicht vorgesehen.



Follert weist darauf hin, die CDU-Fraktion habe immer wieder betont, dass eine Deckelung der Anmietungskosten in Höhe von 200.000 € utopisch sei. Die CDU geht davon aus, dass diese Summe dem Investor keine ausreichende Verzinsung seines Kapital bringe.



  Knud Follert:
  „Vor über einem Jahr hatten wir bereits nach-
  gefragt, wie der Oberbürgermeister diese
  200.000 € kostenneutral aufbringen möchte.
  Seine Behauptung, er könne diese Summe
  durch die Auflösung von Mietverträgen zur
  Aufbewahrung von Exponaten des Ostwall-museums refinanzieren, stellte sich auf Nachfrage als zweifelhaft heraus.“



Hinter der Aussage des nordrhein-westfälischen Kulturministers Vesper (Grüne), das Land NRW werde in die Sanierung des U mit einsteigen,  vermutet die CDU-Ratsfraktion einen reinen PR-Gag im Zuge des Landtagswahlkampfes.


„Dass die rot-grüne Landesregierung nunmehr 80% Förderung, was 40 Mio. € entspräche, zusichert, ist pure Augenwischerei. Selbst dann müsste die Stadt immer noch 10 Mio. € in die Hand nehmen, um das U zu einem Museum umzubauen. Vor dem Hintergrund des dreistelligen Haushaltsdefizits sowie eines am Standort etablierten Museums am Ostwall ist dieser Umbau mit der CDU-Fraktion nicht zu machen.“


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