Ein bunter Mix aus katastrophal bis hervorragend 


  Am gestrigen Dienstag machten die
  Mitglieder der CDU-Fraktion im Kinder-
  und Jugendausschuss eine  kleine Rundfahrt,
  um sich einige Freizeiteinrichtungen anzusehen.
  Erster Haltepunkt auf dieser Rundfahrt war die
  Freizeiteinrichtung Dortmund-Nord „Stollenpark“.



„Der Besuch gestern hat gezeigt, dass eine Betreuung von Kindern und Jugendlichen unter solch katastrophalen Umständen nicht mehr länger hinnehmbar ist. Der marode und baufällige Jugendtreff machte auch diesmal nicht den Eindruck, als würden die Wände noch lange halten. Ganz zu schweigen vom Zustand im inneren Bereich – da nutzt auch kein sauberer Anstrich mehr. Der Notbehelf – nunmehr 16 Jahre alt – fällt langsam aber sicher zusammen “, so Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss.


 


Das jetzt aber endlich was geschehen soll, teilte uns der Leiter der Freizeiteinrichtung mit. Die ersten neuen abgespeckten Pläne für den Neubau würden auch schon existieren. Immerhin stehen seit geraumer Zeit Urban II-Mittel zur Verfügung, die nun endlich für einen Neubau eingesetzt werden sollen. Wann das ganze allerdings umgesetzt werden soll, ist noch die Frage.


 


Dazu Rosemarie Liedschulte:


„In der Ratssitzung am 13.05.2004 wurde der Start des Projekts „Jugendtreff Stollenpark“ beschlossen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, eine Vorlage zum Baubeschluss für die Realisierung des Projekts zur Entscheidung vorzulegen. Nach fast einem Jahr liegt diese Vorlage immer noch nicht vor. Für die nächste Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses wird die CDU-Fraktion wieder mal (alle Jahre wieder) eine Anfrage stellen, in der sie diesen Sachverhalt gerne geklärt hätte.“


 


Ideen für die Unterbringung der Kinder und Jugendlichen während der Umbauphase hat man auch schon. Eine Kooperation mit dem Schüler-Club Helmoltz-Gymnasium wäre ideal, damit man auf lange Sicht eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Freizeiteinrichtung bekommt.


 


Die nächste Station auf der Rundfahrt war die Freizeiteinrichtung in Hörde am Clarenberg. Macht diese Einrichtung einen Eindruck nach dem Motto „außen hui, innen pfui“, denn bei den Politikern kam blankes Entsetzen auf, als man sich die Räumlichkeiten von innen ansah. Dort konnte man eine wahre Mängelliste aufstellen.


 


Rosemarie Liedschulte:


„Nicht nur das einige Räume durch starken Schimmelbefall nicht mehr nutzbar sind, das Dach bei Regen kleine Seen bildet (sicher bald undicht ist) und sogar die nicht mehr bewohnte Hausmeisterwohnung nicht genutzt werden darf. Die Krönung allerdings ist, dass die vorhandenen gespendeten Computer nicht installiert werden können, da die notwendige Sicherung an den Fenstern fehlt.“


 


Dazu Claudia Middendorf, Mitglied im Kinder- und Jugendausschuss:


„Hier muss zügig gehandelt werden, damit die Fördermittel, die für Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf zur Verfügung stehen, nicht verfallen. Ein Konzept seitens der Einrichtung liegt schon vor. Ob allerdings seitens der Verwaltung ebenfalls ein Konzept vorliegt und wie weit der Stand der Sanierung- und Neubaumaßnahmen ist, wollen wir in der nächsten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses in einer Dringlichkeitsanfrage geklärt wissen.“


 


Die  dritte und letzte Station an diesem Tag führte zu der Jugendfreizeitstätte „Das Zentrum“ in Scharnhorst, die 1999 neu bezogen wurde. Eine überwältigende Einrichtung, in der es den Kindern und Jugendlichen an Nichts fehlt. Angefangen von Gruppenräumen, einer Werkstatt, Computerraum mit Internetzugängen und großzügigem offenen Treffbereich.


 


Hierzu Rosemarie Liedschulte:


„“Das Zentrum“ ist eine Einrichtung, in der sich Kinder und Jugendliche nur Wohlfühlen können. Ziel der Politik muss es jedoch sein, durch Neubau und Sanierung in den Freizeiteinrichtungen Stollenpark und Hörde einen soliden Standard zu bieten, damit sich die Kinder und Jugendlichen auch dort wohl fühlen und einen Platz des Ausgleichs zu ihrem teilweise tristem Leben vorfinden. Wir fordern die Verwaltung auf, ihre Gebäude in Ordnung zu halten, denn es ist „fünf vor zwölf“. Es kann nicht sein, dass Jugendliche in der Nordstadt und Hörde so benachteiligt werden. Wir fordern die Verwaltung auf, endlich was zu tun.“


 


Auf der nächsten Rundreise der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss stehen unter anderem das Freizeitzentrum West und das Fritz-Henßler-Haus.


 


Verantwortlich: