Frank Hengstenberg: „Brückstraßenviertel soll Zentrum werden“
  Die CDU-Fraktion will die Vision der
  „Musikstadt Dortmund“ zügig weiterentwickeln.
  Bei einem Rundgang durch das Brückstraßen-
  viertel stellten Fraktionsvorsitzender Frank
  Hengstenberg und Kultursprecher Manfred Sauer
  weitere Bausteine vor, wie sie sich die Auf-
  wertung der ehemals als „Rue de Pommes frites“ verspotteten Brückstraße samt umliegender Straßen vorstellen. Kristallisationspunkt für die positive Entwicklung in dem ehemals problematischen Viertel sei nach wie vor das Konzerthaus. Auch die Ansiedlung des Jazzclubs Domicil im ehemaligen Hansatheater, bei dessen Renovierung die CDU-Spitze vor kurzem tatkräftig mit angepackt hatte, lobten Hengstenberg und Sauer unisono.



Frank Hengstenberg:
„Unser Nein zur Umsiedlung des Museums am Ostwall in den U-Turm bleibt unumstößlich. Wir gehen davon aus, dass der neue NRW-Bauminister dieses größenwahnsinnige Projekt möglichst schnell zu den Akten legt. Wir wollen lieber begonnenes fertig stellen und das Brückstraßenviertel zu einem Musikviertel umbauen. Bereits beantragte Fördermittel für das Dortmunder U können so umgelenkt werden“.



Zur weiteren Aufwertung hat die CDU-Fraktion folgende Vorschläge: 


  Brachfläche Brückstraße/Helle –
  Orchesterzentrum NRW
  Die CDU-Fraktion begrüßt die Bestrebungen des
  Landes NRW und der Stadt, auf der städte-
  baulichen Wunde Helle/Brückstraße das
  Orchesterzentrum NRW zu errichten.
 
„Nach dem Weggang der Musikhochschule haben wir mit dem Orchesterzentrum wenigstens einen Teil der Instrumentalausbildung an Hochschulen in Dortmund halten können. Wir hoffen, dass der Hochschulbetrieb zum Sommersemester 2007 aufgenommen werden kann.“, so Manfred Sauer.



Für die CDU-Fraktion stellt das neue Orchesterzentrum aber nur einen „ersten Bauabschnitt“ eines größeren Vorhabens dar. Grundidee der CDU ist eine unmittelbare räumliche Anbindung von Chorakademie an das Orchesterzentrum. Dazu soll bei der Errichtung des Orchesterzentrums die Möglichkeit geschaffen werden, das unmittelbare Nachbargrundstück „Ludwigstraße 12“ zu erreichen und in einem „zweiten Bauabschnitt“ baulich anzubinden.



Brachfläche Ludwigstraße 12 – Ansiedlung der Chorakademie
„Ein idealer Standort für die Chorakademie“. Kurz und knapp fasst Frank Hengstenberg die Idee der CDU-Fraktion zur Schließung dieser Baulücke aus dem zweiten Weltkrieg zusammen. Hengstenberg weiß, dass die Chorakademie ein höchst erfreuliche Entwicklung genommen hat. „Von 300 Schülerinnen und Schülern ist sie auf nunmehr 1300 angewachsen. Mittlerweile gibt es schon zwei Dependancen in Essen und Gelsenkirchen. Wir wollen, dass Dortmund auf jeden Fall der Hauptsitz bleibt.



Die CDU-Fraktion will der zur Zeit noch im Konzerthaus beheimateten Chorakademie hier eine neue Heimat geben und gleichzeitig das Brückstraßenviertel noch attraktiver gestalten. „Ein drei- oder viergeschossiges Gebäude könnte in den oberen Etagen die Akademie aufnehmen und im Erdgeschoss könnte sich hochwertiger Einzelhandel oder Gastronomie ansiedeln“, so Hengstenberg.


Hengstenberg kündigt einen entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion an:
„Das Grundstück gehört zur Zeit noch der Dortmunder Energie und Wasser DEW. Im nächsten Haupt- und Finanzausschuss wollen wir die Stadtverwaltung beauftragen, das Grundstück von der DEW anzukaufen oder in eine konkrete Investorensuche eines privaten Bauherren einzusteigen. Damit würde die Hochschulausbildung der Orchestermusiker sowie die gesangliche Chorausbildung der Kinder und Jugendlichen an einem Standort konzentriert werden. Großer Vorteil wäre die gemeinsame Nutzungsmöglichkeiten der Probenräume im Orchesterzentrum sowie noch engere Kooperationsmöglichkeiten mit dem Konzerthaus Dortmund.“



Ein weiterer Vorschlag der CDU: der Ludwigsplatz könnte mit seinen Gastronomiebetrieben ein Standort für Übertragungen der Fußball-WM werden.



Lichtspiel & Kunsttheater Schauburg
Für Manfred Sauer ist die „Schauburg“ ein gelungenes Beispiel für privatwirtschaftliches Engagement im kulturellen Bereich.
„Die Schauburg ist kein reines Kino, sondern auch ein kleiner aber feiner Veranstaltungsort für Comedy, Live-Musik und Lesungen. Die Schauburg liefert somit ihren Beitrag, das Brückstraßenviertel als Musikviertel zu etablieren.“



Platz von Leeds – Errichtung einer Gastronomie
Auf gutem Wege ist auch die Errichtung einer Gastronomie am Platz von Leeds durch eine große Steakhaus-Kette. Hier wünscht sich die CDU, dass das geplante „Block House“ den Platz als Außengastronomie mitnutzt.
„Das würde den Eingangsbereich des Viertels noch attraktiver gestalten. Von der Verwaltung erwarten wir, dass dem derzeitigen Betreiber des Bierpavillions ein vergleichbarer Ersatzstandort in der Innenstadt angeboten wird“.


Hengstenbergs und Sauers Fazit:
„Statt für mindestens 35 Mio. Euro das Dortmunder U umzubauen, könnten wir im Brückstraßenviertel für einen Bruchteil des Geldes die vom Kulturdezernenten ausgerufene Musikstadt Dortmund fertig bauen. Chorakademie und Orchesterzentrum haben für uns absolute Priorität“.


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