Hengstenberg: “Wann geht’s los und was wird gemacht?“


  Wenn die am Hauptbahnhof ankommenden
  WM-Touristen den Bahnhof Richtung
  Innenstadt/Katharinenstraße verlassen,
  werden sie von einer imposanten Installation
  namens „Its coming home“ empfangen. Die
  Gäste werden durch einen „Spielertunnel“
  geleitet, Fangesänge hören und von einer
riesigen dem Westfalenstadion nachempfunden Kulisse oberhalb der Katharinentreppe begrüßt.





„Eine tolle Idee“, freut sich CDU-Fraktionschef Frank Hengstenberg. „Die Fans aus nah und fern erhalten so schon einen ersten Eindruck, was sie in der Fußballoper Westfalenstadion während der WM 2006 erwarten wird.“ In der nächsten Sitzung des Planungsausschusses wird die CDU-Fraktion jedoch nachfragen, inwieweit die Installation durch den Umbau des Dortberghauses zu einem Luxushotel behindert wird.



  Knud Follert, Planungssprecher der Fraktion
  begründet seine Sorgen:
„Die
  Westfalenstadion-Kulisse ist relativ nah dran
  am Dortberghaus. Sollte der Bauantrag für das
  Hotel wie angekündigt bis Ende des Jahres 2005
  eingereicht sein, so gehen wir davon aus,
  dass die Bauarbeiten zeitnah beginnen werden.
 Inwieweit dann die Installation durch den Baustellenlärm und –dreck beeinträchtigt wird, sei noch nicht geklärt, glaubt Follert.
 


„Die ganze Sache ist relativ wertlos, wenn der Presslufthammer lauter ist als die eingespielten Gesänge der Fans. Baumaterialen, Baucontainer etc. müssen auch irgendwo gelagert werden. Wir möchten einfach im vorhinein ausschließen, dass sich beide Projekte während der WM gegenseitig „foulen“, so Fußballfan Follert.  


Dass SONAE mit dem Start des Umbaus des Hauptbahnhofs bis nach der WM 2006 warten wird, damit hat sich die Politik abfinden müssen. Erfreut zeigt sich Fraktionschef Hengstenberg allerdings über die gestrige Zusage von Bahnchef Hartmut Mehdorn, am Hauptbahnhof werde es bis zur WM 2006 noch Verbesserungen geben.  


Die CDU-Fraktion wird dazu zur folgenden Sitzung des Planungsausschusses am 16.11.2005 einen umfangreichen Katalog mit unter anderem folgenden Fragen einbringen: 




  • Welche Maßnahmen im öffentlichen Raum sind an den beiden Ausgängen und Plätzen des Bahnhofs vorgesehen (Flaggen, Beschilderung etc.)?




  • Wird die Beschilderung mehrsprachig erfolgen?



  • Kann der defekte Zuganzeiger noch bis zur WM 2006 repariert werden? 



  • Wird die Bahn AG ihre Durchsagen mehrsprachig durchführen?
     


  • Sind einfache, aber wirkungsvolle Personenlenkungsmaßnahmen wie z.B. farbig gestaltete Markierungen auf dem Fußboden von den Fernbahngleisen zur Haltestation der Stadtbahn geplant?



  • Wird zusätzliches Servicepersonal für die Beantwortung von Fragen der Besucher am Bahnhof eingesetzt? Wer stellt und bezahlt dieses Personal (Bahn, Stadt, FIFA)?



  • Sind die Fragen rund um die Namensgebung des Stadions während der WM geklärt (Westfalenstadion, Iduna-Park oder WM-Stadion)? Ist diese Problematik ausreichend auf Hinweisschildern und im ÖPNV berücksichtigt? 



  • Plant die Bahn AG an der vorhandenen Brücke der S-Bahn-Linie 4 an der Hohen Straße optische Verbesserungsmaßnahmen?


Frank Hengstenberg abschließend:
„Dortmund will sich als würdiger Gastgeber präsentieren. Dazu reicht es nicht, den Fans ein tolles Stadion zu bieten. Auch das Drumherum muss passen. Dazu gehört eben auch ein Bahnhof, der mehr ist als eine Pommes-Bude mit Gleisanschluss“.


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