CDU-Umweltsprecher Pisula: „Neue Straßen müssen her“


  Die CDU-Fraktion hält den Vorschlag der
  Verwaltung, die Nordstadt in Ost-West-Richtung
  für LKWs zu sperren, für zu kurz gesprungen.
  Für CDU-Umweltsprecher Thomas Pisula
  verlagert das lediglich die Probleme, löst sie
  aber nicht. „Ein unabgestimmter Alleingang des
  grünen Umweltdezernenten, der nur an den
                    Symptomen herumdoktert“, so Pisulas Fazit.



Bereits Anfang des Jahres hatte die CDU-Fraktion beantragt, dass zunächst die Zusammensetzung und damit die Quelle des Feinstaubs analysiert wird. Das Problem sei nicht hausgemacht, da sogar Sahara-Sand und Nordsee-Salz im Feinstaub enthalten sei, weiß Pisula.



„Früher baute man einfach die Schornsteine höher und meinte, damit das Problem lösen zu können. Heute sperrt die Stadt die Mallinckrodt-Straße und glaubt, alles wird gut“.
Gänzlich außer Acht gelassen wird dabei die Tatsache, dass damit lediglich die Verkehre auf die ohnehin stark belastete B1 und den innerstädtischen Wallring verlagert werden würden.



Ausdrücklich begrüßt die CDU daher die Forderung der IHK, zunächst zu untersuchen, welche Effekte sich aus einer beabsichtigten Sperrung ergeben. Es sei davon auszugehen, dass der Großteil des LKW-Verkehrs in der Nordstadt Ziel- und Quellverkehr ist, der von dem Fahrverbot ausgenommen ist.



Auch unter wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten ist die Sperrung des West-Ost-Verkehrs für LKWs die falsche Entscheidung. Die Gewerbegebiete im Osten und im Westen der Stadt, hier vor allem der Hafen, sind nicht mehr direkt verbunden. Lange Umwege über ohnehin stark belastete Straßen müssten in Kauf genommen werden. „Mehr Kilometer, mehr Schadstoffe“, stellt Pisula die Sperrung auch unter ökologischen Gesichtspunkten in Frage.



Statt den Gardenkamp in Barop bereits im Jahr 2007 gegen den Willen der Anwohner für 3,2 Mio. auszubauen, sollte das Geld lieber dringend in Verkehrsprojekte der Nordstadt gesteckt werden, findet Pisula.
Die CDU-Fraktion erinnert wiederholt an die im neuen Flächennutzungsplan dargestellten Entlastungsstraßen über die Westfalenhütte und über das Thyssen-Klönne-Gelände.



„Letzte Woche ist der Haushalt 2006 eingebracht worden. Für beide Straßen steht bis zum Jahr 2009 allerdings kein Cent in der Planung“, bedauert die CDU-Fraktion.


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