Hengstenberg: „Alte Seilschaften kommen wieder zum Vorschein“ 
  Frank Hengstenberg kritisiert die
  einseitige Vorabinformation der SPD-Fraktion
  im Bewerbungsverfahren für den Kämmerer
  auf das schärfste. „Die alten roten
  Seilschaften kommen wieder zum Vorschein“,
  so der CDU-Fraktionsvorsitzende.


Alle Rathausfraktionen sollten ursprünglich am 01.12.2005 über die eingegangenen Bewerbungen informiert werden, nachdem die Bewerbungsfrist am 12.11.2005 geendet hatte. CDU, Grüne und FDP/Bürgerliste erhalten die Übersicht über die 50 Kandidaten frist- und formgerecht am morgigen Donnerstag. Die SPD-Fraktion suchte sich ihre fünf Lieblingskandidaten und Parteifreunde aber schon am vergangenen Montag aus.



„Das ganze ist eine Farce, die Liste ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist“, schimpft Hengstenberg. Jetzt sollen die Genossen „Kämmerer in spe“ am 16.01.2006 ihre Tour durch die vier Fraktionen machen. Die CDU-Fraktion wird sich die zwei Frauen und drei Männer genau ansehen und gegebenenfalls weitere Bewerber ins Rennen schicken. „Sollte sich der Eindruck aufdrängen, dass das Parteibuch wieder mal wichtiger ist als die Qualifikation, so werden wir sicher nicht mitstimmen“, gibt Hengstenberg die Marschrichtung der CDU vor.



Hengstenberg erinnert an die scharfe Kritik des SPD-Fraktionsvorsitzenden Prüsse, der sich heftigst dagegen wehrte, als CDU-Parteichef Erich G. Fritz die rot-grüne Mehrheit als geduldige und unkritische Ausführungsorgane des Oberbürgermeisters bezeichnete. „Ernst Prüsse kann sich noch so empört zeigen. Aber die anderen Fraktionen werden mit der Vorenthaltung von Informationen schon wieder zum Idioten gemacht“, so Hengstenberg.


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