Hengstenberg: „Kein Maulkorb für Führungspersonal“
  Erstaunt zeigt sich CDU-Fraktions-
  vorsitzender Frank Hengstenberg
  über die jüngsten Äußerungen des
  SPD-Chefs Ernst Prüsse. Der hatte
  sich irritiert gezeigt über das klare
  Bekenntnis des Hafendirektors 
  Dr. Roland Beyer in der Feinstaubdebatte.



Frank Hengstenberg:
„Die SPD will den städtischen Geschäftsführern einen Maulkorb verpassen. Diesen Rückfall in vergangen geglaubte Zeiten, als die SPD meinte, sie würde die Stadt alleine regieren, machen wir nicht mit. Ernst Prüsse sollte endlich akzeptieren, dass es auch noch andere Meinungen gibt, die nicht einfach das wiederholen, was die SPD vorgibt.“


Nach Auffassung der CDU-Fraktion sei es geradezu die Pflicht von städtischen Führungspersonal, das Wohle des Unternehmens und seiner Mitarbeiter auch nach außen hin zu vertreten. Die geplante „Umweltzone“ in der Nordstadt gefährde nach wie vor tausende von industriellen Arbeitsplätzen im Hafen, so Frank Hengstenberg. Insofern sei es vollkommen richtig gewesen, wenn auf Seiten der Geschäftsführung eines betroffenen Unternehmens auf die Gefahren des unausgereiften Vorschlags des Umweltdezernenten hingewiesen wird.



Der Hafendirektor stünde mit seiner Kritik an der Umweltzone nicht allein da, so Hengstenberg. Auch die CDU-Fraktion, der oberste Wirtschaftsförderer der Stadt Udo Mager und die IHK sprachen sich mehrfach dagegen aus, die Ost-West-Verbindungen in der Nordstadt zu sprechen.



Eine Vorabstimmung zwischen städtischen Töchtern und den Fraktionen würde dazu führen, dass bereits im Vorfeld oftmals gute Ideen der Unternehmenslenker auf der Strecke bleiben würden. Hengstenberg führt das Beispiel der Flughafen GmbH an. Hier haben die Fraktionen aus der Zeitung erfahren, dass der Flughafenchef plane, eine Tochtergesellschaft für das Abfertigungspersonal gründen zu wollen. „Im Nachhinein eine völlig richtige Entscheidung, die wahrscheinlich gestorben wäre, wenn man sie im Vorfeld in den internen SPD-Zirkeln diskutiert hätte“, so der CDU-Chef mit Hinweis auf die jüngsten Äußerungen des neuen SPD-Parteichefs Franz Josef Drabig, der die Gründung der Personalgesellschaft beim Flughafen als „Sündenfall“ bezeichnet hatte.


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