CDU-Fraktionsvorsitzender Frank
  Hengstenberg wirbt für eine
  sozialverträgliche Mieterprivatisierung
  der 5000 landeseigenen LEG-Wohnungen
  in Dortmund. Einen entsprechenden Brief
  an den zuständigen Wohnungsminister 
Oliver Wittke hat Hengstenberg am heutigen Dienstag nach Düsseldorf abgesandt.


Überlegungen, das städtische Wohnungsbauunternehmen DOGEWO solle die Wohnungen der LEG übernehmen, erteilt der CDU-Vorsitzende eine klare Absage. Ebenso deutlich aber spricht sich Hengstenberg aber auch gegen die Veräußerung des gesamten LEG-Bestandes an einen multinationalen Investmentfonds aus, wie dies beispielsweise vor wenigen Tagen in Dresden geschehen ist. 


Für den Fall, dass nicht alle Wohnungen an die bisherigen Mieter verkauft werden können, wünscht sich Hengstenberg einen besonderen Kündigungsschutz für Mieter über 60 Jahre, der über den gesetzlich verankerten hinaus geht, sowie den Verzicht auf „Luxussanierungen“, die zu einer Erhöhung der Mieten führt. 


Frank Hengstenberg:
„Wenn sich das Land Nordrhein-Westfalen von ihren Wohnungen trennen will, weil sich der Wohnungsmarkt deutlich entspannt hat, so ist dies eine richtige Entscheidung der neuen CDU/FDP-Landesregierung. Wir wollen aber nicht, dass ein anderes öffentliches Unternehmen wie die DOGEWO den Bestand übernimmt.“


  Gerda Horitzky, wohnungspolitische
  Sprecherin der CDU-Fraktion, möchte
  erreichen, dass mit den Verkäufen von
  Wohnungen an die bisherigen Mieter
  die Eigentumsquote in Dortmund weiter
  angehoben wird. Sie beträgt zur Zeit
  ca. 22% gegenüber etwa 45% im Bundesdurchschnitt. Gemäß dem Grundsatz „Eigentum verpflichtet“ erhofft sich Horitzky eine Aufwertung des bisherigen Mietwohnungsbestandes sowie eine soziale Stabilisierung der oftmals von „Mietnomadentum“ betroffenen Großsiedlungen der LEG.


Die CDU-Fraktion regt an, den potenziellen Käufern der LEG-Wohnungen mittels detaillierten Finanzierungsplänen unter die Arme zu greifen. Banken und Sparkassen sollen dazu den bisherigen Mietern einen Fahrplan zur Hand geben, der die genauen monatlichen Zahlungen für Zinsen und Tilgungen auflistet. So könne es den Mietern „schmackhaft“ gemacht werden, in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen stolzer Besitzer der eigenen vier Wände zu werden.


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