Knud Follert: „Projekt ist und bleibt integrationsfeindlich“
  Die CDU-Fraktion bekräftigt ihr
  „Nein“ zum Vorhaben, am Grimmelsiepen
  ein türkisches Kulturzentrum samt
  Wohnbebauung zu errichten. Daran
  ändere auch das neu in die Planung
  aufgenommene private Seniorenpflegeheim
  nichts, so CDU-Planungssprecher Knud Follert.



Knud Follert begründet die ablehnende Haltung der CDU-Fraktion:
„Die 54 Eigenheime werden hauptsächlich von türkischen Mitbürgern bezogen werden. Es ist doch ein Irrglaube anzunehmen, dass dort ein Wohngebiet mit Menschen verschiedenster Bevölkerungsgruppen entstehen wird. Die Gesamtkonzeption des Projektes ist und bleibt integrationsfeindlich und führt zur Errichtung einer Parallelgesellschaft.“



Die Stadt Dortmund und der Türkisch-Islamische Kulturverein würden zwar davon sprechen, dass 50% der Eigenheimgrundstücke an nichttürkische Erwerber veräußert werden sollen. Eine solche Festsetzung widerspricht aber dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Das Bekenntnis zur angestrebten Durchmischung bleibe somit reine Augenwischerei und diene lediglich der Beruhigung der besorgten Anwohner, so die CDU-Fraktion.



Die vielen Einsprüche gegen das Bauvorhaben hätten gezeigt, dass die Hörder Bevölkerung das Projekt sehr kritisch sehe. Durch die unmittelbare Nähe der Moschee zu einem christlichen Friedhof und zur Großsiedlung „Clarenberg“ seien Konflikte vorprogrammiert, so Follert.


Follert betont jedoch, dass die CDU weiter die freie und würdevolle Religionsfreiheit für muslimische Mitbürger einfordere. „Bei den vielen Hinterhofsituationen sind häufig Nachbarschaftskonflikte vorprogrammiert. Die CDU-Fraktion hatte im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans gefordert, geeignete Standorte für Moscheen auszuweisen. „Leider konnten wir uns seinerzeit auch mit diesem sinnvollen Antrag nicht gegen die rot-grüne Ratsmehrheit durchsetzen“, erinnert Follert abschließend.


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