Walter Knieling: „Angst vor Schülerabwanderung ist unbegründet!“


 


  Das neue Schulgesetz NRW ist nun
  verabschiedet und damit sind auch viele
  Neuerungen auf den Weg gebracht, wie
  beispielsweise die Öffnung der
  Schulbezirksgrenzen. Diese Veränderung
  wird bisher von vielen als negativ
  angesehen, für die CDU-Fraktion im Rat der
Stadt Dortmund ist dies allerdings eine
Weichenstellung in die richtige Richtung.



Die häufig geäußerte Befürchtung, dass leistungsorientierte Eltern ihre Kinder aus Schulen in Problembezirken herausnehmen und die Probleme dort deshalb noch zunehmen, sieht die CDU-Fraktion als unbegründet.


 


Dazu Walter Knieling, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:


„Die Angst vieler Lehrer und auch Eltern, die schon jetzt eine große Schülerabwanderung vorhersehen, ist unbegründet. Schon in der Vergangenheit haben Eltern Nischen gefunden, ihre Kinder auf anderen Schulen anzumelden, als die in ihrem Stadtbezirk. Ganz im Gegenteil können nun die vielfältigen individuellen Bedürfnisse von Eltern und Kinder umgesetzt werden. Diese können nun ihr Kind in einer Schule ganz in der Nähe ihres Arbeitsplatzes anmelden, ohne sich dafür gegenüber der Schulaufsichtsbehörde rechtfertigen zu müssen. Zudem werden Schulen mit einem hohen Migrationshintergrund bei der Aufhebung der Schulbezirksgrenzen und dem Wettbewerb der einzelnen Schulen nicht alleine gelassen. Es wird zusätzliche Lehrerstellen für Problemschulen geben, die eine bessere Integration und Förderung der Kinder sicherstellen.“


 


Große Gefahr sehen viele darin, dass gerade Grundschulkindern zugemutet werden könnte, über den Stadtbezirk hinaus eine Grundschule zu besuchen, weil Eltern diese für etablierter halten. Aber auch dieser Unsicherheit räumt die CDU-Fraktion keinen Platz ein.


 


„Die Abwanderung von Kindern an Grundschulen wird es nicht geben, denn alle Grundschulen in Dortmund bieten den Kindern den gleichen Leistungsstandard, und das wissen auch die Eltern“, so Knieling weiter.


„Auch die Angst, dass die sog. „besseren Grundschulen“ aufgrund ihrer Lage von Schülern überrannt werden und Kinder aus der direkten Umgebung keine Chance mehr auf einen Platz dort haben, ist völlig unbegründet. Auch nach dem Wegfall der Schulbezirke haben die Eltern den Anspruch darauf, ihr Kind bei der wohnortnächsten Grundschule anzumelden. Nur bis zur nächstgelegenen Schule gilt auch der Anspruch auf Schülerbeförderung. Soweit die Aufnahmekapazität der Schule es zulässt, können darüber hinaus auch andere Kinder aufgenommen werden, die weiter von der Schule entfernt wohnen.“


 


Die CDU-Fraktion im Schulausschuss sieht in der Öffnung der Schulbezirke einen verantwortungsbewussten Wettbewerb zwischen den unterschiedlichen Schulen, der den Schülern dient. Die Abschaffung dieser erfolgt nach einer Übergangszeit bis zum Jahr 2008, wobei die Kommunen die Option erhalten, die Schulbezirke bereits zu einem früheren Zeitpunkt abzuschaffen.


 


„Die CDU-Fraktion wird sich dafür einsetzen, dass in Dortmund die Schulbezirke bereits zum Schuljahr 2007 aufgelöst werden. Damit kann die Stadt eine Vorreiterrolle einnehmen und schon früh dafür Sorge tragen, dass Eltern ihre Kinder auf eine Grundschule in einem anderen Stadtteil anmelden können, wenn sie meinen, dass diese besser sei. Man muss einfach darauf vertrauen, dass Eltern die beste Entscheidung für ihre Kinder treffen werden“, so Knieling abschließend.


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