Hengstenberg und Fritz: „OB einsamer Kapitän auf sinkendem Schiff“


 


 


 


 


  „Der Oberbürgermeister mutiert zum
  einsamen Kapitän auf dem sinkenden
  Museums-Schiff Dortmunder U“, so CDU-
  Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg
  und CDU-Parteivorsitzender Erich Fritz
  nach der gestrigen Pressekonferenz von
  Dr. Langemeyer.





 


Vielmehr tauchen nach dem Auslaufen des Rücktrittsrechtes der Radeberger-Gruppe aus dem Grundlagenvertrag mit der Stadt Dortmund zum 30.06.2006 neue Fragen auf. Das Hochhaus am Königswall sei zwar zur Verlegung der Brinckhoffstraße bereits abgerissen worden. Der damit verbundene Grundstückstausch zur Errichtung einer Grünanlage sowie zur Neuanbindung der Brinkhoffstraße an den Wall würde aber weiterhin völlig ungeklärt sein, so die CDU.


 


Als geradezu abenteuerlich bezeichnet CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg die Behauptung des Oberbürgermeisters, der Stadtumbau entlang der Rheinischen Straße sei einzig und allein abhängig von der Realisierung des Museums. „Ein hilfloser Versuch, der zudem noch an der Beschlusslage des Rates vorbeizielt“. Hengstenberg weist darauf hin, dass der Rat der Stadt in seiner Juni-Sitzung den Beschluss gefasst habe, beim Land Nordrhein-Westfalen einen Förderantrag zur Umgestaltung der gesamten Rheinischen Straße zu stellen. „Die Brauerbrache ist ein wichtiger, nicht jedoch der einzige Baustein in dem Gesamtkonzept“, so der Planungsausschussvorsitzende Hengstenberg.


 


CDU-Parteivorsitzender Erich Fritz schüttelt angesichts des neuen Finanzierungsvorschlags des Oberbürgermeisters nur noch den Kopf: „Jetzt sollen plötzlich 45 Mio. Euro Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer auf einen Schlag verfrühstückt werden, um das Museum doch noch verwirklichen zu können. Wir können den Euro aber nur einmal ausgeben“, so Fritz mit dem Hinweis, dass das Geld bereits für den aus dem Ruder laufenden Sozialhaushalt eingeplant ist. „Der OB stellt seine kulturelle Leidenschaft gegen die wesentlichen Interessen weiter Teile der Bürgerschaft. Hierzu sollten die Bürger Stellung beziehen können“, bekräftigt Fritz die CDU-Pläne für eine Bürgerbeteiligung.


 


Hengstenberg und Fritz bekräftigen, dass es mit der CDU keinen Ankauf des Turms sowie der gesamten Fläche der ehemaligen Brauerei durch die Stadt geben wird. „Mit Ausnahme einer Teilfläche für mindestens zwei Berufskollegs im Norden an den Bahngleisen“, so die CDU-Spitzen. Insofern begrüße man den neuesten Beschluss der SPD-Parteispitze ausdrücklich, die sich erstmals offen dem CDU-Vorschlag anschloss. Gleichzeitig bekräftigt Hengstenberg, eine Sondersitzung des Rates für Anfang August einzuberufen, um einen Ratsbürgerentscheid zur geplanten musealen Nutzung des Dortmunder U auf den Weg zu bringen.


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