Hengstenberg: „SPD-Irrsinn komplett“
  Die CDU-Fraktion bleibt dabei: Mit ihr wird
  es kein Ankauf des kompletten Union-
  Geländes inklusive des maroden U-Turms
  geben. Die Klimmzüge der SPD, sich einerseits
  vom Museum im Turm zu verabschieden,
  andererseits aber weiterhin den städtischen Kauf der gesamten Brache zu fordern, bezeichnet CDU-Fraktionsvorsitzender als „Irrsinn“.


Gleichzeitig unterstreicht Hengstenberg, dass erst die Ankündigung eines Ratsbürgerentscheids zum U-Turm zum Umdenken innerhalb der rot-grünen Koalition geführt hat. „Wir werden es zum Schwur kommen lassen und am 10. August eine Sondersitzung des Rates einberufen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende.



Nach Meinung der Christdemokraten hätte ein Ankauf des Turms früher oder später eben doch zur Folge, dass die Rufe nach einer Sanierung laut werden würden. Damit käme über einen absehbaren Zeitraum eine zweistellige Millioneninvestition auf die Stadt zu. Von den Sanierungskosten sei es völlig egal, ob man den Turm zu einem Museum für moderne Kunst, einem Kinder- und Jugendtheater oder ein Fußballmuseum einrichtet. „Alles Schnapsideen, für die die CDU niemals ihr Jawort geben wird“, schlägt Hengstenberg bereits Pflöcke ein.



Gleiches gelte für weitere Vorschläge der SPD-Fraktion, die hilflose Versuche starten würde, den Gesichtsverlust des Oberbürgermeisters so gering wie möglich zu gestalten. Hengstenberg betont, dass ein Ankauf oder eine Anmietung des Radeberger-Bürogebäudes durch die Stadt mit der CDU-Fraktion überhaupt nicht in Frage kommt. „Das Bürogebäude sollte die Konzernzentrale werden und nicht der neue Standort für irgendwelche städtische Ämter“ so der Fraktionsvorsitzende.



In einem Punkt gibt Hengstenberg der SPD-Fraktion jedoch uneingeschränkt recht. Die Rheinische Straße mitsamt der gesamten Union-Brache bedürfe einer dringenden Aufwertung. Insofern scheine es mittlerweile einen breiten Konsens zu geben, das Robert-Bosch-Berufskolleg sowie mindestens ein weiteres  Kolleg auf dem Nordteil der Brauerbrache anzusiedeln, freut sich Hengstenberg über das Umdenken innerhalb der SPD.



Als „Rolle rückwärts“ in der städtischen Büroflächendiskussion sei aber der Vorschlag zu werten, Gesundheitsamt und Sozialamt nunmehr auf dem Union-Gelände anzusiedeln. Die CDU-Fraktion hatte immer gefordert, sowohl  die ehemalige Kronenbrauerei als auch das Eckgrundstück an der Rheinischen Straße/Möllerstraße für die Neuansiedlung der beiden Ämter zu nutzen. Damit könnten gleich zwei städtebauliche Problemfelder geheilt und Initialzündungen für weitere Entwicklungen gegeben werden, so die Argumentation der Christdemokraten.



Hengstenberg nimmt die intensive politische Auseinandersetzung in den letzten Wochen zum Anlass, den Finger in eine weitere innerstädtische Wunde zu legen: „Ich wünsche mir, dass wir in absehbarer Zeit eine gleichgelagerte Diskussion über die Zukunft der Thier-Brache bekommen“, so der Planungsausschussvorsitzende.


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