Manfred Sauer: „Nördliche Brückstraße muss noch attraktiver werden“
  Die CDU-Kulturfraktion unter der Führung
  von Manfred Sauer nutzte die Sommerpause,
  der Dortmunder Kulturinstitution „Schauburg“
  im Brückstraßenviertel einen Besuch abzu-
  statten. Seit dem Komplettumbau des
  Traditionskinos zum Lichtspiel- und Kunsttheater“ im Jahr 2003 erfreut sich das Haus wachsender Beliebtheit. Im gemeinsamen Gespräch mit der Betreiberin Edith Pioch-Vogt wurde auch das städtebauliche Umfeld der Schauburg an der Brückstraße eingehend erörtert.


Übereinstimmend waren CDU-Fraktion und Kinobetreiber der Meinung, dass die nördliche Brückstraße eine weitere Aufwertung erfordert. Es reiche für ein urbanes, vitales Stadtquartier bei weitem nicht aus, einzelne attraktive Institutionen wie die Schauburg anzubieten, wenn das Umfeld nicht stimmt, so Sauer. „Wir brauchen eine Brückstraße aus einem Guss“, so der Kulturexperte mit Hinblick auf dringenden Handlungsbedarf. Dabei wurden drei neuralgische Punkte ausgemacht.



Insbesondere wurde der monatelange Stillstand an der Baustelle „Orchesterzentrum“ an der Ecke Helle/Brückstraße bemängelt. Die CDU-Fraktion wird dies zum Anlass nehmen, in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses eine entsprechende Anfrage zu stellen, um den Realisierungszeitraum in Erfahrung zu bringen. Der ursprünglich angedachte Eröffnungstermin zum Sommersemester 2007 ist schon lange nicht mehr zu halten, weiß Manfred Sauer.



Weiterhin erwartet die CDU-Fraktion von Polizei und Ordnungskräften eine stärkere Präsenz an der nördliche Brückstraße. Vor einer Kneipe, die als Szenetreffpunkt der linksalternativen „Punkerszene“ bekannt ist, komme es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Besuchern des Lokals und Passanten der Straße, so Manfred Sauer. Hier müsse die Citywache genauer hinsehen und notfalls auch Platzverweise aussprechen; so die CDU-Fraktion.



Auch der Zustand der ehemaligen Burgtorpassage am Wall wurde bemängelt. Die Betreiber der Schauburg wussten zu berichten, dass die Passageneingänge als öffentliche Bedürfnisanstalt missbraucht werden. Manfred Sauer sicherte der „Schauburg“ daher zu, das Gespräch mit dem Besitzer der Immobilie, einem Münchner Investor, zu suchen und eine Lösung für das „anrüchige“ Problem zu finden.



Die CDU-Fraktion wiederholte abschließend ihre Kritik an SPD und Grünen, die für das frühzeitige Ende des Quartiersmarketing Brückstraße gesorgt hatten. „Hier wurde eine wichtige Arbeit kaputtgemacht, obwohl es augenscheinlich noch viel zu tun gab“, so Manfred Sauer.


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