Thomas Offermann: DOGEWO 21 stellt 1500 Wohnungen um


 


  Die CDU-Fraktion nutzt die
  Sommerpause, um sich bei der städtischen
  DOGEWO21 über seniorengerechtes Wohnen
  im Alter zu informieren. Thomas Offermann,
  sozialpolitischer Sprecher der Ratsfraktion
  betont die Wichtigkeit des Themas:



„Der demografische Wandel der Gesellschaft wird in absehbarer Zukunft zu einer erheblichen Verschiebung von Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt führen. Ältere Menschen möchten immer länger in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben, die Anzahl der Einpersonenhaushalte nimmt ebenso zu“, so Offermann.


 


Im Bestand der DOGEWO21 Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH, die in Dortmund rund 16.000 Wohnungen hält, betrug der Anteil der Mieter mit einem über 60-jährigen Haushaltsvorstand im Geschäftsjahr 2004 bereits rd. 37 %.


 


Diese Anzahl wird zukünftig weiter ansteigen, da immer mehr Menschen Wohnungen mit seniorengerechter Ausstattung in Verbindung mit weiteren Serviceleistungen nachfragen werden. Das Programm „Wohnen in den besten Jahren“ der DOGEWO21 verknüpft bauliche bzw. technische Maßnahmen mit wohnsozialen Projekten. Es umfasst die Bausteine Technischer Service (z. B. Hausnotruftelefon, Smart Living), Soziale Dienstleistungen (Betreuung, Freizeitangebote, Wohnberatung), Wohnprojekte für Senioren (z. B. Betreutes Wohnen, Wohngruppen, Sozialstationen) sowie die Seniorengerechte Wohnungsausstattung. 


 


Diese Wohnungen werden bei Mieterwechsel generell nach barrierearmen Standards modernisiert. Diese Standards wurden von der DOGEWO21 in enger Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Kreuzviertel-Verein e.V. entwickelt, der über langjährige Erfahrung in der Wohnberatung für ältere Menschen verfügt. Zentraler Punkt ist hierbei die Modernisierung der Bäder. Je nach technischer Voraussetzung werden barrierefreie bzw. barrierearme Duschen mit rutschfesten Fliesen eingebaut. Wichtig ist auch die nach außen öffnende Badezimmertür,



die im Notfall Zugang von außen gewährt. Zum Standard gehören auch das unterfahrbare Waschbecken und das erhöhte WC. Die Steckdosen und Gegensprechanlagen werden niedriger angebracht, ein Rauchmelder gehört ebenfalls zum Standard. Ein niedrig angebrachter zusätzlicher Türspion macht das Treppenhaus auch für Rollstuhlfahrer einsehbar. Je nach Erfordernis können auch z. B. die Fenstergriffe  niedriger angebracht werden und ein schwellenarmer Zugang zum Balkon hergestellt werden. Zusätzliche Handläufe werden, falls erforderlich im Hauseingangsbereich und im Treppenhaus angebracht und erleichtern den Zugang zur Wohnung.


 


Die CDU-Fraktion erfuhr, dass die Standards des Programms sukzessiv in allen rund 1.500 Wohnungen des DOGEWO21-Bestandes umgesetzt werden sollen, die hierfür geeignet sind. Dieses gelte nicht nur bei der Neuvermietung an ältere Mieter, sondern auch für Familien mit Kindern oder Singles.


 


Bei der Entwicklung der Modernisierungsstandards der DOGEWO21 wurden die besonderen Erfordernisse für Modernisierungen im Bestand  berücksichtigt. Die Bausteine des Programms werden jeweils an die vorhandenen technischen und baulichen Gegebenheiten in der Wohnung und im und am Gebäude angepasst. Im Schnitt sind über die üblichen Modernisierungskosten hinaus pro Wohnung rund 3.500 – 4.000 Euro zusätzlich zu veranschlagen.


 


Bei Modernisierungen im und am Haus werden, wo immer möglich, auch die Treppenhäuser seniorengerecht hergerichtet (zweiter Handlauf, bessere Beleuchtung, farbliche Kennzeichnung von Stufen, beleuchtete Licht- und Klingelschalter). Auch die Hauseingangsbereiche werden eine bessere Beleuchtung sowie beleuchtete Hausnummern erhalten. Dort, wo es sinnvoll ist, werden im Rahmen von Großmodernisierungen Außenaufzüge an den Gebäuden errichtet.


 


Offermann zeigte sich am Ende des Besuchs sehr erfreut über Anstrengungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft:
“Die DOGEWO21 übernimmt eine Vorreiterrolle bei der seniorengerechten Umgestaltung von Wohnraum, an der sich die privaten Wohnungsgesellschaften messen lassen müssen“.


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