Matthias Ulrich: „Flughafen ist Job-Maschine“


Aus Sicht der CDU-Wirtschaftsförderungsfraktion ist der Flughafen Dortmund auf einem guten Weg, ein bedeutender Standortfaktor für das gesamte östliche Ruhrgebiet zu werden. Bei einem Gespräch zwischen Flughafen-Geschäftsführer Manfred Kossack und Vertretern der CDU-Fraktion wurde insbesondere auch die Bedeutung des Flughafens als bedeutender Arbeitgeber erörtert. 



Dazu Matthias Ulrich, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:
„Zur Zeit gibt es am Flughafen1586 Arbeitsplätze, soviel wie noch nie zuvor. Damit hat er sich zu einer richtigen Job-Maschine entwickelt.“



Gleichwohl war man sich einig darüber, dass der Wegfall verschiedener Ziele wie z.B. Wien oder Frankfurt möglichst schnell kompensiert werden muss. Insbesondere wurde deutlich, dass die Anbindung an ein internationales Drehkreuz wie Amsterdam, München oder Frankfurt notwendiger denn je ist. Auch müsste die Suche nach neuen Zielen weiter vorangetrieben werden, so Ulrich.



Das sogenannte „Non-Aviation“-Geschäft, also die Bereiche Konferenzen sowie die Vermietung von Büro-, Einzelhandels-, Lager- und Parkflächen, müsse nach Meinung von CDU-Wirtschaftssprecher Ulrich noch stärker als bisher in den Fokus der Geschäftspolitik gerückt werden. „Hier gibt es die größten Wachstumspotenziale“, weiß Ulrich.



Weiteres Gesprächsthema war das Marketing des Flughafens. Hier müssten nach Meinung aller Gesprächsteilnehmer die Anstrengungen verstärkt werden, den Flughafen Dortmund auch im westlichen Ruhrgebiet noch bekannter zu machen. Das Einzugsgebiet sei bisher zu „ostlastig“, so Matthias Ulrich.



Die Infrastruktur des Flughafens könne problemlos bis zu 2 Millionen Passagieren pro Jahr abfertigen. Dann aber werde es gerade in Spitzenzeiten zu Kapazitätsengpässen in den Wartebereichen, auf den Parkplätzen und im Bereich der Abfertigung kommen. „Hierauf muss der Flughafen frühzeitig reagieren“, fordert Ulrich.



Das Weltereignis Fußball-WM habe dem Flughafen einen  positiven Imagegewinn gebracht. Erfreut zeigt sich Ulrich insbesondere darüber, dass die Anwohner großes Verständnis für die zeitlich begrenzte  anwachsende Lärmbelästigung in den Nachtstunden gezeigt hatten. Großen Anteil daran habe auch die sachliche Diskussion über mögliche Ausnahmegenehmigungen im Vorfeld der WM gehabt, die von der CDU-Fraktion initiiert worden sei. Gleichzeitig betont Ulrich aber, dass es mit der CDU-Fraktion zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Diskussion über die Betriebszeiten und die Länge der Start- und Landebahn geben wird.



Letztendlich erhofft sich die CDU-Fraktion und auch die Geschäftsleitung des Flughafens durch das Ereignis „Kulturhauptstadt Europas 2010“ einen ähnlichen positiven Effekt. „Essen ist zwar Hauptaustragungsort, Dortmund wird aber Begrüßungs- und Verabschiedungsort für die Kulturtouristen aus aller Welt“, hofft CDU-Aufsichtsratsmitglied Reinhard Frank.


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