Tagesordnungspunkt
Wirtschaftsförderung in den Stadtbezirken

Beschlussvorschlag
Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung beschließt die flächendeckende Einrichtung von kommunalen Wirtschaftsförderungsbüros in Dortmund. Er beauftragt die Verwaltung, in den neun Außenstadtbezirken unter vorrangiger Beachtung der vorhandenen räumlichen Ressourcen in den jeweiligen Bezirksverwaltungsstellen entsprechende Maßnahmen durchzuführen.

Die Sprechzeiten der Mitarbeiter soll mindestens zweimal wöchentlich für zwei Stunden stattfinden.

Neben den bisher definierten Aufgaben des Dienstleistungszentrums Wirtschaft

  • Ø Firmenkundenbezogene Dienstleistungen
  • Ø Bestandsentwicklung
  • Ø Mittelstandsförderung
  • Ø Prozessoptimierung Mittelstandsfreundliche Verwaltung
  • Ø Stadtbezirksorientierte Firmenbetreuung

soll insbesondere auch ein professionelles Leerstandsmanagement Aufgabe der Wirtschaftsförderungsbüros vor Ort sein.

Begründung
Die Neuorganisation der Wirtschaftsförderung Dortmund im Jahr 2005 hat sich grundsätzlich bewährt. Insbesondere die Ausweitung des Angebotes sowie des Personals im Dienstleistungszentrum Wirtschaft (DLZW) führte dazu, dass die Wirtschaftsförderung präsenter wurde und kleinen und mittleren Betrieben sowie Existenzgründern als Ansprechpartnerpartner zur Verfügung steht.

Insbesondere die Einführung der 12 „Stadtbezirkswirtschaftsförderer“ (stadtbezirksbezogene Firmenbetreuung) hat sich als ausgesprochen sinnvolle Maßnahme erwiesen, den Kontakt „vor Ort“ zu intensivieren.

Diesen eingeschlagenen Weg gilt es weiter auszubauen. Analog der Einführung der Seniorenbüros in den Stadtbezirken soll nunmehr auch die Wirtschaftsförderung räumlich und zeitlich klar definiert in die Bezirksverwaltungsstellen einziehen, um dem Grundsatz der „Stadt der kurzen Wege“ noch stärker zu entsprechen.

Besonderes Augenmerk soll auch auf ein professionelles Leerstandsmanagement gelegt werden. Der Rat hatte mit Beschluss vom 20.11.2003 zwar die Notwendigkeit eines Leerstandsmanagements erkannt und die modellhafte Einführung in den Stadtbezirken Aplerbeck und Eving beschlossen, aufgrund einer fehlenden Förderzusage des damaligen Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport (MSWKS) des Landes Nordrhein-Westfalen konnte dies Projekt jedoch nicht umgesetzt werden.

Da die Leerstandsproblematik in vielen Stadtbezirken weiterhin akut ist, sollten die Wirtschaftsförderungsbüros in den Stadtbezirken diese wichtige Teilaufgabe mitübernehmen.


Verantwortlich: