CDU-Fraktion legt umfassenden eigenen Antrag vor
  Die CDU-Fraktion wird zum
  „Masterplan Integration“ der Stadtverwaltung
  einen eigenen umfassenden Antrag einbringen.
  „Die Verwaltungsvorlage beschreibt die Ziele
  von Integration nur unzureichend. Statt die
  Probleme beim Namen zu nennen, werden sie
weichgespült“ begründet CDU-Fraktionsvorsitzender Hengstenberg den eigenen Vorstoß.


So fordert die CDU-Fraktion, dass insbesondere die Integrationsbemühungen bei der Dortmunder Bevölkerung mit islamischen Religionshintergrund verstärkt werden müssen: „Italiener, Spanier und Polen werden kaum noch als Zuwanderer wahrgenommen oder gar als Fremde bezeichnet, sondern als Freunde gesehen.  Dies ist bei den Muslimen in Dortmund oftmals leider noch nicht der Fall“, so Hengstenberg.



Weitere Handlungsschwerpunkte hat die CDU-Fraktion auch im Bereich der schulischen Integration ausgemacht. Hengstenberg will erreichen, dass an den Dortmunder Schulen nicht nur christlicher, sondern auch islamischer Religionsunterricht erteilt wird. „Dieser muss aber in deutscher Sprache und von in Deutschland ausgebildeten Lehrern erteilt werden“; so der CDU-Chef. Zur besseren Integration von zugewanderten Schülerinnen und Schülern zählt nach Auffassung der Christdemokraten auch die verpflichtende Teilnahme am Sportunterricht und an Klassenfahrten.



  Den Sportvereinen kommt für eine
  erfolgreiche Integration eine zentrale Rolle
  zu, so der sozialpolitische Sprecher der
  CDU-Fraktion, Thomas Offermann.
  „Ziel muss es sein, den Kontakt zwischen
  deutschen und ausländischen Sportvereinen
  weiter zu intensivieren und ausländische Jugendliche stärker in deutsche Sportvereine zu integrieren“, so Offermann.


Die verpflichtende Teilnahme an differenzierten Integrationsmaßnahmen, zu denen insbesondere auch Sprachkurse gehören müssen, müsse stärker als bisher überwacht werden. „Notfalls müssen die Verweigerer auch durch den Wegfall von sozialen Transferleistungen sanktioniert werden“, so Hengstenberg.



Um den Stand der Integrationsarbeit in Dortmund regelmäßig zu überprüfen, fordert Offermann jährliche Integrationsberichte, die dem Rat und seinen Ausschüssen vorgelegt werden. Um örtlichen Sachverstand mit einzubeziehen, will die CDU-Fraktion die Beratung im Rat am kommenden Donnerstag zunächst verschieben und alle zwölf Vorortparlamente mit der Beratung des Masterplans beauftragen.


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