Claudia Middendorf: „Sachstandsbericht eine einzige Wundertüte ohne Füllung“


 


 In der nächsten Sitzung des
 Betriebsausschusses FABIDO steht unter
 TOP 2.3 ein aktueller Sachstandsbericht vom
 Kinder-Citytreff zur Kenntnisnahme auf der
 Tagesordnung.
 
Wie schon in der Vergangenheit wird auf
 Besucherzahlen, Konzepte und Perspektiven
eingegangen.




„Dieser Sachstandsbericht ist eine einzige Wundertüte ohne Füllung“, so Claudia Middendorf, Sprecherin der CDU-Fraktion im Betriebsausschuss FABIDO. “ Beispielsweise ist die Rede von ‚Bestehende Kontakte wurden intensiviert, neue Kooperationen geschaffen‘. Da darf man doch mal fragen, was ist bei der Intensivierung mit welchen Kontakten herausgekommen und welche neuen Kooperationen wurden geschaffen. Außerdem wird auf verschiedene Aktionen und Angebote der Einrichtungen während der WM und anderen Veranstaltungen hingewiesen. Was für Aktionen und Angebote dies waren, wird auch mit keiner Silbe erwähnt.“


 


 Besonders verärgert zeigt sich
 Rosemarie Liedschulte von der Aussage, dass
 nun ein Konzept erarbeitet wird, welches die
 langfristige Einbindung von finanzkräftigen
 Partnern vorsieht.


 
Dazu Rosemarie Liedschulte, Vorsitzende des Ausschusses:


„Ich muss mich doch allen ernstes fragen, warum man zwei Jahre nach Eröffnung des Kinder-Citytreffs anfängt, nach finanzkräftigen Partnern Ausschau zu halten. Dies kann ja wohl nicht daran liegen, dass man vorher keine Finanzspritze brauchte – stellt man die Aufwendungen den Erträgen in 2006 gegenüber. Auch wenn uns rot/grün immer wieder vorwirft, wir wären gegen die Einrichtung an der Hansastraße, muss ich mich doch fragen, ob rot/grün die Kosten des Citytreffs mit Spielgeld bezahlt. Denn nur so kann ich mir erklären, dass eine Einrichtung, die nicht einmal ein Zehntel der Aufwendungen einspielt, mit „Ach und Krach“ am Leben gehalten wird.“


 


Im Sachstandsbericht ist ebenfalls davon die Rede, dass nun zusätzliche Angebote konzipiert werden sollen. So ist z.B. davon die Rede, dass berufstätige Mütter ihre Kinder im Alter von 0-3 Jahren bis 14.00 Uhr betreuen lassen können.


 


„In welcher Zeit leben wir denn, wo Mütter nur 0-3jährige Kinder haben und auch nur bis maximal 14.00 Uhr arbeiten müssen“, fragt sich Liedschulte. Soweit ich weiß, hat der Einzelhandel in unserer Stadt teilweise bis 20.00 Uhr geöffnet. Warum findet dieser Personenkreis keine Berücksichtigung bei der Betreuung im Citytreff. Darüber hinaus gibt es auch eine große Anzahl von zu betreuenden Kindern, die über 3 Jahre sind. Wer hat sich bitte diese neue Konzipierung ausgedacht – ein Single?“


 


 


Enttäuscht zeigt sich Middendorf darüber, dass eine Kooperation mit dem Einzelhandel bis zum Weihnachtsgeschäft nicht greifen werde.


 


Dazu Middendorf:


„Das ist jetzt mittlerweile das zweite Weihnachten, dass der Kinder-Citytreff erlebt. Wie viele Weihnachten müssen denn noch kommen, bis man weiß, dass man sich frühzeitig darum bemühen muss, Kooperationspartner zu finden? Das ist meiner Meinung nach ein Desinteresse, die Entwicklung der Einrichtung zu fördern. Aber wenn man immer genügend Geld von der Stadt bekommt, dann läufts ja auch so!


Unsere Forderung nach einem Betriebskindergarten im Kinder-Citytreff wäre eine optimale Lösung, um eine Auslastung zu schaffen, ohne dass großartig neue Konzepte, wie beispielsweise die Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen von Eltern, durchgeführt werden müssen. Ob rot/grün das genauso sieht, wird die nächste Sitzung zeigen.“


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