Hengstenberg: „Verfahren ist eine Farce“

  Die CDU-Fraktion wird die Wahl von
  Waltraud Bonekamp zur neuen
  Beigeordneten für Schule, Jugend und
  Familie aus formalen Gründen ablehnen.
  Auch auf die Vorstellung der Dezernentin
  vor der Ratssitzung, dem sogenannten 
„Schaulaufen“ durch die Fraktionen, will CDU-Fraktionsvorsitzender Hengstenberg verzichten.


„Das gesamte Auswahlverfahren ist eine Farce, wenn man den Namen der Kandidatin, die ausgeguckt wurde, bereits in der Zeitung lesen kann, bevor allen Fraktionen überhaupt der Bewerberspiegel vorliegt. Diese Vorfestlegung ist ein längst vergangen geglaubter Rückfall in alte Zeiten, in denen sich der damalige SPD-Vorsitzende Zeidler nach Gutsherrenart sein Personal zusammensuchte“, so Hengstenberg.



Die öffentlichen Verlautbarungen, wonach einer bestimmten Fraktion das Vorschlagsrecht für den neuen Dezernentenposten zugesichert wird, führte nach Meinung der CDU-Fraktion zu dem Ergebnis, dass die eingegangenen Bewerbungen bei weitem nicht der Bedeutung der Position entsprechen.



„Wir wollen daher die bisherige Ausschreibung aufheben und eine ergebnisoffene Neuausschreibung initiieren. Gleichwohl wissen wir, dass sich die SPD-Fraktion und die Fraktion Bündnis90/Die Grünen bereits öffentlich auf die Bewerberin Frau Bonekamp verständigt haben“, so Hengstenberg.



Die CDU-Fraktion betont jedoch ausdrücklich, dass sich die Entscheidung auf keinen Fall gegen die Person der neuen Beigeordneten für Schule, Jugend und Familie richtet, sondern ausdrücklich nur gegen das undemokratische Verfahren.


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