CDU-Fraktionssprecher Matthias Ulrich hakt nach


  „Ist die Wirtschaftsförderung Dortmund
  eine Servicewüste?“ Diese provokante
  Frage will der wirtschaftspolitische
  Sprecher der CDU-Fraktion Matthias Ulrich
  in der nächsten Ausschusssitzung
  am 29.11.06 stellen.



Ein Dortmunder Lokalradiosender hatte berichtet, dass eine fingierte Gewerbeflächenanfrage völlig inkompetent beantwortet ist. Auf der Suche nach 10.000 Quadratmetern Freifläche zur Ansiedlung eines Automobilzulieferers erhielt der „Investor“ die Antwort, seitens der Stadt stünden keine Flächen zur Verfügung. Man solle sich besser an einen Makler wenden oder sich in den einschlägig bekannten Internetportalen umsehen.



Matthias Ulrich hält die Antwort für einen Skandal: „Jährlich pumpen wir fast 13 Mio. Euro Steuergelder in die städtische Wirtschaftsförderung. Dafür können wir als Dortmunder Bürger und Steuerzahler erwarten, dass potenzielle Investoren kompetent und fachgerecht beraten und ihnen attraktive Angebote unterbreitet werden“.



Vor dem Hintergrund von fast 17% Arbeitslosigkeit in Dortmund müsse die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen nach wie vor oberste Priorität einnehmen. Gerade im Bereich der sogenannten Blaumannarbeitsplätze seien zehntausende Stellen im Bergbau und in der Stahlindustrie weggefallen, die nach wie vor nicht annähernd ersetzt worden sind. Die Fokussierung des Oberbürgermeisters auf sein Lieblingskind dortmund-project sei auch mehr Propaganda, als das wirklich eine vergleichbar hohe Anzahl neuer Arbeitsplätze entstehen würden.



Von daher sei es völlig inakzeptabel, wenn gutbezahlte Mitarbeiter der städtischen Wirtschaftsförderung potenzielle Investoren lediglich auf hinlänglich bekannte Internetportale verweisen würden. „Hier werden wir nachhaken und darauf drängen, dass die eigenen Qualitätsvorgaben der Wirtschaftsförderung, insbesondere des Dienstleistungszentrums Wirtschaft, strikt eingehalten werden. Wenn der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Herr Mager zusichert, dass Interessenten nach spätestens drei Tagen eine Antwort mit einem entsprechenden Angebot erhalten, dann muss das auch umgesetzt werden“, so Ulrich abschließend.


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