Jürgen Böhm: „Kooperationen müssen gefördert werden!“


  Ein großes Problem sieht die
  CDU-Fraktion für die Jugendabteilungen
  der Sportvereine in Dortmund, wenn durch
  den Ausbau der Ganztagsschulen und der
  damit verbundene Schulsport die
  Hallenzeiten für Vereine gestrichen
  werden sollen.



„Wir sehen es sehr positiv, dass gerade in der heutigen Zeit unsere Kinder, die immer häufiger an Übergewicht leiden, mehr Sportunterricht erhalten sollen, wie es auf dem Dortmunder Sportforum angesprochen wurde.


Wenn es aber durch den Ausbau der Ganztagsschulen zu Problemen mit den Hallenzeiten in den Sporthallen kommt, müssen die Vereine im Vorfeld mit eingebunden werden. Es darf nicht zu der Situation kommen, dass die Schulen und die Vereine gegeneinander ausgespielt werden, sondern beide sollten voneinander profitieren,“ so Jürgen Böhm, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.



Wenn eine Stadt wie Dortmund den Anspruch hat, als Sportstadt tituliert zu werden, muss hier auch etwas für getan werden. Die CDU will deshalb, dass die Schulen mit Ganztagsbetrieb unbedingt Kontakt zu den örtlichen Sportvereinen aufnehmen, um keine Konkurrenzsituation für die Hallenzeiten entstehen zu lassen.



„Es gibt genug positive Beispiele in Dortmund, wo sich eine vernünftige Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Schulen entwickelt hat . Wir müssen allerdings aufpassen, dass kleinere Vereine nicht verdrängt werden,“ so Jürgen Böhm.



Die CDU-Fraktion wird sich auch weiter dafür einsetzten, dass die zum Teil sehr maroden Sporthallen nach und nach wieder modernisiert werden.



Jürgen Böhm abschließend:
„Das der Sportdezernent den hochklassig spielenden Vereinen, wie z. B. den Basketballern des SV Derne, eine neue Vierfachhalle verspricht, finden wir sehr lobenswert. Dennoch sollte es Priorität haben, dass unsere vorhandenen Dreifachhallen wieder in einen vernünftigen und bespielbaren Zustand versetzt werden. Dies werden wir auch in der nächsten Ausschusssitzung mit auf die Tagesordnung bringen.“



Auch Walter Knieling, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, sieht die Situation rund um die Sporthallen mehr als kritisch an.



  „In unserer Stadt gibt es mittlerweile einige
  Sporthallen, die aufgrund von Sanierungs-
  maßnahmen nicht bespielbar sind.
  Beispielsweise die Sporthalle am Phoenix-
  Gymnasium, die von mehreren Schulen benutzt
  wird, ist seit geraumer Zeit wegen Sanierungs-
  maßnahmen nicht zu nutzen. Wann diese Maßnahmen endgültig abgeschlossen sein sollen, darüber kann seitens der Stadt keine Auskunft gegeben werden. Das heißt wiederum, dass alle Schulen auf andere Hallen ausweichen müssen, und dort natürlich mit den Sportvereinen kollidieren.“



Erstaunt zeigt sich auch Walter Knieling über die Aussage von Dezernent Stüdemann, der den Bau einer Vierfach-Sporthalle in Planung hat.



„Ich finde es sowohl den Schülern, als auch den Vereinen gegenüber unverschämt, dass sich unsere Sporthallen teilweise in einem so maroden Zustand befinden, dass sogar Sportvereine nur unter Protest in den Hallen spielen wollen. Da erstaunt es mich dann umso mehr, dass Dezernent Stüdemann sogar von einem Bau einer Vierfach-Turnhalle spricht, wurde doch auch dem Phoenix-Gymnasium eine neue Dreifach-Turnhalle versprochen . Vielleicht sollten erst einmal die vorhandenen Sporthallen in einem spielbaren Zustand gebracht, bevor Leuchtturmprojekte geträumt werden“, so Knieling abschließend.


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