Rosemarie Liedschulte: „Viel leeres Gerede, ohne jegliche Substanz“


 


 In der aktuellen Vorlage
 „Handlungsprogramm des Familien-
 Projektes“, die seit Januar diesen Jahres
 durch alle Bezirksvertretungen und einige
 Ausschüsse geht, stellt das Familien-Projekt
 Leistungen und Angebote und Maßnahmen
 des Handlungsprogramms für 2007 vor.



Dazu Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss:


„Von der Sache her begrüßen wir die Vorlage sehr. Doch diese Vorlage des Familien-Projektes ist unserer Meinung nach ein verzweifelter Versuch, Sinn in das Projekt zu bringen. Neben viel leerem Gerede werden uns Angebote, Leistungen und Maßnahmen vorgestellt, die absolut substanzlos sind. Beispielsweise ist die Rede von „Familie und Beruf verbinden“. Als Maßnahme wird uns hier ein Babysitterdienst vorgestellt. Das wäre ja ein wirklich guter Ansatz – wäre da nicht die in keinster Weise durchdachte Art und Weise dieses Babysitterdienstes. Da sollen tatsächlich 15-18jährige Schülerinnen und Schüler durch die katholische und evangelische Familienbildungsstätte als Babysitter qualifiziert werden. Bei aller Liebe – aber ich möchte nicht, dass ein 15jähriger Junge oder Mädchen in den Abendstunden auf mein Kind aufpasst, während ich die 22.00 Uhr-Schicht im Supermarkt habe. In dem Fall wäre mir eine Kindertageseinrichtung mit flexibleren Öffnungszeiten lieber. Auch ist die Rede von Angeboten im Rahmen der Offenen Ganztagsschule und Ganztagsangeboten der Sekundarstufe I. Nur müsste dafür erst die marode Situation der Schulen, die teilweise gar keine Nachmittagsbetreuung zulassen, behoben werden. Auch von „Familienfreundlichen Unternehmen“ ist unter dem Punkt Leistungen und Angebote die Rede. Dürfen wir uns das dann so vorstellen, dass das Familienprojekt an den Türen der Unternehmen anklopft und um mehr Familienfreundlichkeit bittet?!“


 


Unter dem Punkt „Maßnahmen“ werden in der Vorlage diverse Aktivitäten aufgezählt, die künftig Familien in Dortmund stärken und unterstützen sollen.


 


„Nach dem Motto „Wenn man nicht viel weiß, schreibt man viel“ werden hier Maßnahmen aufgezählt, die eigentlich gar nichts mit dem Familien-Projekt zu tun haben“, so Rosemarie Liedschulte weiter. „Da wird bei der Spielraumplanung beispielsweise von einer engen Kooperation zwischen Jugendamt und Planungsamt gesprochen. Die Verteilung von Informationsflyern durch das Famlienbüro, wird ebenso auf die „eigene Fahne geschrieben“, wie die Gesundheitsförderung durch das Gesundheitsamt. Was das Familien-Projekt aber konkret selbständig macht, wird hier nicht erwähnt.“


 


Rosemarie Liedschulte abschließend:


„Auch wenn das Familien-Projekt eines der Kinder unseres OB’s ist, heißt das nicht, dass hier etwas auf Biegen und Brechen durchgezogen wird, ohne eine Rechtfertigung vorweisen zu können. Gerade bei der jetzigen Diskussion bei den Jugendhilfediensten sollte hier lieber mal überlegt werden, ob das Personal des Familien-Projektes nicht bei den Jugendhilfediensten sinnvoller zum Einsatz kommen würde.“


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