Tagesordnungspunkt
Erwerb der ehemaligen Union-Brauerei

Beschlussvorschlag

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zu o.g. Tagesordnungspunkt stellt die CDU-Fraktion folgenden Antrag und bittet um Beratung und Beschlussfassung:

Der Rat der Stadt Dortmund stimmt dem Erwerb der ehemaligen Union-Brauerei unter folgenden Bedingungen zu:

  1. Der Rat stellt fest, dass im Haushalt keine finanziellen Spielräume für zusätzliche Bewirtschaftungs- und Ausstellungskosten im Bereich der Museumslandschaft vorhanden sind. Zudem stellen sich die Haushaltsansätze im kulturellen Bereich schon jetzt als mindestens angespannt dar. Eine museale Nutzung des U-Turms wird daher ausgeschlossen. Der Rat der Stadt Dortmund begrüßt jedoch, dass sich die Radeberger-Gruppe maßgeblich an den Fassadensanierungskosten für den U-Turm beteiligen wird.
  2. Der Berufskollegstandort Sckellstraße wird aufgelöst und die Fläche wird für eine gehobene Wohnbebauung vermarktet. Das Robert-Schumann-Berufskolleg sowie ein weiteres Berufskolleg aus dem Brügmannblock werden auf den nördlichen Teil der ehemaligen Union-Brauerei verlagert.
  3. Das Kinder- und Jugendtheater wird an seinem bisherigen Standort geschlossen und in die Innenstadt verlagert, um die Gesamtfläche an der Sckellstraße einer hochwertigen Wohnbebauung zuzuführen.
  4. Der Rat stellt fest, dass zur Finanzierung des Ankaufs eine etatbelastende Übertragung von Grundstücken aus dem allgemeinen Grundvermögen in das Sondervermögen nicht stattfindet.
  5. Bei der Überplanung des Geländes ist insbesondere darauf zu achten, dass die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum deutlich verbessert wird. Dazu sind bei der Entwicklung der Fläche besondere gestalterische Maßnahmen vorzusehen.
  6. Ebenfalls ist bei der Umnutzung der ehemaligen Union-Brauerei ein hinreichendes Flächenpotential für die Nutzungsarten „Freizeit“ und „Gastronomie“ vorzusehen.

Begründung
Die Zukunft der Berufkolleglandschaft ist nach wie vor nicht gelöst. Die nunmehr zur Beratung anstehende Vorlage sollte dazu genutzt werden, die Situation abschließend neu zu ordnen und die Standortfrage zu beantworten. Dazu gehört neben der Verlagerung des Robert-Schumann-Kollegs von der Sckellstraße auch die Auslagerung eines weiteren Berufskolleg aus dem Brügmannblock, um die dortige Situation insbesondere flächenmäßig zu entspannen.

Das Kinder- und Jugendtheater am alten Standort Sckellstraße ist völlig heruntergewirtschaftet. Darüber hinaus ist auch die Erreichbarkeit des Theaters suboptimal. Von daher sollte mit der Verlagerung des Robert-Schumann-Berufkollegs auch die Suche nach einem neuen Standort für das Kinder- und Jugendtheater einhergehen.

Um das neu entstehende Quartier auch für die Anwohner der westlichen Innenstadt zu öffnen, muss darüber hinaus bei der Überplanung des Areals darauf geachtet werden, dass eine entsprechend hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Stadtraum etabliert wird.

Weiterhin bietet sich durch die Verlagerung des Freizeitzentrum West die einmalige Gelegenheit, im Bereich der ehemaligen Union-Brauerei beiderseits der Ritterstraße einen bedeutenden Standort für die Segmente „Freizeit“ und „Gastronomie“ zu schaffen. Entsprechende Flächenpotentiale sollten daher zur Verfügung gestellt werden, um Synergieeffekte zu nutzen und eine „Gastro- und Unterhaltungsmeile“ zu etablieren.


Verantwortlich: