Rosemarie Liedschulte: „In Brackel einen Schritt vorwärts gekommen“


 


 Den am Mittwoch in der Sitzung des
 Kinder- und Jugendausschusses
 beschlossene Maßnahmenkatalog hinsichtlich
 der informellen Treffpunkte von Jugendlichen
 in Brackel sieht die CDU-Fraktion als einen
 ersten Schritt in die richtige Richtung.



Dazu Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss:


„Mit den beschlossenen Maßnahmen sind wir einen Schritt vorwärts gekommen. Doch zu euphorisch dürfen wir nicht sein, denn erst einmal muss abgewartet werden, wie die Maßnahmen von den Jugendlichen angenommen werden. Was uns persönlich sehr am Herzen liegt ist, dass Jugendsozialarbeiter im direkten Kontakt zu den Jugendlichen auf der Straße erfahren, was für Probleme und Bedürfnisse die Jugendlichen haben. Denn nur so machen zielgerichtete Maßnahmen auch Sinn. Daher freuen wir uns sehr darüber, dass seitens der Verwaltung nun vier Sozialarbeiter vor Ort den Kontakt zu den Jugendlichen suchen.“


 


Trotz der Tatsache, dass nun seitens der Verwaltung in Brackel gehandelt wird, warnt Liedschulte davor, andere Stadtbezirke aus dem Auge zu verlieren. Bereits im Sommer letzten Jahres suchten die Mitglieder des Kinder- und Jugendausschusses „Informelle Treffpunkte“ in verschiedenen Stadtbezirken auf und haben festgestellt, dass es eine große Anzahl von Jugendlichen gibt, die sich in keiner Jugendfreizeitstätte aufhalten bzw. die Öffnungszeiten einer solchen kritisieren.


 


„Die Jugendlichen von Heute sind nicht mehr vergleichbar in ihrem Freizeitverhalten mit den Jugendlichen von vor zehn oder fünfzehn Jahren“, so Liedschulte weiter. „Nicht nur, dass sich die Strukturen in den Familien geändert haben, auch die Bedürfnisse sind heutzutage andere. Waren vor ein paar Jahren noch die Jugenddiscos mit Cola und Fanta hipp, so trifft man sich heute lieber in Gruppen in einer Umgebung, wo man sich frei jeglicher Überwachung aufhalten kann. Daher ist die CDU der Auffassung, dass es dringend geboten ist, in jedem Stadtbezirk Streetworker einzusetzen und die Öffnungszeiten der Jugendfreizeitstätten auszuweiten. Vielleicht sollte sich hier die Verwaltung ein Beispiel an der Wirtschaft nehmen. Denn die handelt nach dem Motto „Die Nachfrage bestimmt das Angebot“. Würde man dies auch im Bereich von Kindern und Jugendlichen beachten, wäre man jederzeit flexibel und könnte frühzeitig auf die Bedarfe reagieren. Brackel sollte uns als Beispiel dafür dienen, was jederzeit in jedem Stadtbezirk passieren kann. Handeln wir also lieber jetzt, als später zu reagieren“, so Liedschulte abschließend.


Verantwortlich: