Pehlkes Überlegungen beim Flughafen nur Ausweichmanöver


 


 Die CDU-Fraktion übt scharfe Kritik
 an den Äußerungen des DSW21-Chefs
 Guntram Pehlke zu den Entwicklungs-
 möglichkeiten des Dortmunder Airports. Es
 könne nicht angehen, dass im Aufsichtsrat
 am 16.03.2007 keine Silbe über die
 Gedankenspiele des
 Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke
 verloren wurde, um bereits eine Woche
 später mögliche Privatisierungspläne
 öffentlich zu diskutieren.



 



CDU-Aufsichtsratsmitglied Manfred Sauer:


„Der Aufsichtsrat verkommt zum Frühstücksdirektorium, wenn uns bewusst Informationen vorenthalten werden, für die wir aber bereits wenig später Rede und Antwort stehen müssen, weil der Aufsichtsratsvorsitzende gerade mal wieder in Plauderlaune war. Pehlke muss lernen, die Kleiderordnung einzuhalten. Erst der Aufsichtsrat, dann die geneigte Öffentlichkeit“; so Manfred Sauer.


 


Die CDU-Fraktion betont, dass es die Pflicht der Flughafen GmbH und ihrer Mutter Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) ist, an der Weiterentwicklung der Unternehmen zu arbeiten. Die ins Spiel gebrachte Teilprivatisierung des Flughafens soll dabei aber nur von den eigentlichen Plänen des Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke ablenken.


 


Udo Reppin, in der CDU-Fraktion zuständig für die städtischen Beteiligungen, vermutet, dass Pehlke in Wahrheit eine Privatisierung des gesamten Mutterkonzerns DSW21 anpeile. „Er predigt Wasser und trinkt Wein. Scheinheilig setzt sich Herr Pehlke an die Spitze der Bewegung und beschwört den Untergang der Stadtwerke, weil die Landesregierung die wirtschaftliche Betätigung der Gemeinden neu regeln will. Hinterrücks jedoch plant er die Veräußerung des Tafelvermögens der Stadtwerke“ so Reppin, der natürlich bereits jetzt mit einem scharfen Dementi des Stadtwerke-Chefs rechnet.


 


Manfred Sauer jedoch weist auf die finanzielle Situation von Stadtwerken und Flughafen hin. Die Flughafen GmbH würde mittel- bis langfristig  einen zweistelligen Millionenverlust schreiben. „Ein Einstieg eines an Rendite interessierten Privaten macht wirtschaftlich daher keinen Sinn. Die Stadtwerke jedoch erzielen als Mehrspartenunternehmen sehr wohl einen Gewinn. Dort lohnt sich ein privatwirtschaftliches Engagement viel eher“.


 


Reppin und Sauer stellen für die CDU-Fraktion fest, dass eine Teilprivatisierung von DSW21 mit der CDU nicht in Frage komme. DSW21 übernehme in Dortmund wichtige Aufgaben in der Daseinsvorsorge. Vorhaben wie Stadtkrone Ost, der Bau des Phoenix-Sees oder des neuen Trainingszentrums auf dem Kasernengelände in Brackel seien ohne DSW21 undenkbar. „Wir brauchen die Stadtwerke als wichtigstes Infrastrukturunternehmen in Dortmund“; so Sauer und Reppin abschließend.


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