Tagesordnungspunkt
Entwicklung im „Brückstraßen“-Viertel

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zu o.g. Tagesordnungspunkt stellt die CDU-Fraktion folgenden Antrag und bittet um Beratung und Beschlussfassung:

Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt Dortmund fordert die Verwaltung auf, im Rahmen einer privat-öffentlichen Zusammenarbeit ein Konzept zur Wiedereinführung des „Quartiermarketing Brückstraße“ zu erarbeiten und dieses dem Rat der Stadt Dortmund unter Einbeziehung eines Maßnahmen- und Finanzierungsrahmens zur Beschlussfassung vorzulegen.

Begründung
Das Quartiermarketing Brückstraßenviertel hatte einen großen Anteil daran, dass sich die Situation in den ehemaligen Problemstadtteil deutlich verbesserte. In den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistung, Gastronomie, Kultur und Freizeit konnte die Angebotsvielfalt und Angebotsqualität gesteigert werden. Auch städtebauliche Missstände wurden sukzessive abgebaut.

Nach dem Auslaufen des Quartiermarketing zum Jahresende 2005 sind jedoch deutlich gegenläufige Tendenzen zu beobachten. Die Verwaltung hatte davor gewarnt. In der Ratsvorlage zur Fortführung des Quartiermarketing vom 04.11.2004 heißt es:

„Auf gutem Niveau stabilisiert hat sich der Revitalisierungsprozess der Brückstraße (südlich der Lütge Brückstraße), der Lütge Brückstraße, der Gerberstraße und der Kuckelke. Nicht so weit fortgeschritten ist die Entwicklung im Nordteil der Brückstraße und in den anderen Straßen des Quartiers. In diesen Bereichen trägt sich der Erneuerungsprozess ohne intensive Betreuung noch nicht selbst. Im schlimmsten Fall könnten sie sich sogar rückentwickeln und den „trading-down-prozess“ des Brückstraßenviertels erneut in Gang setzen.“

Dieser „schlimmste Fall“ scheint nunmehr eingetreten zu sein. Alkoholisierte Randgruppen, Kleingastronomen, die ihre Läden schließen müssen sowie eine äußerst negative Berichterstattung in den lokalen Medien prägen das derzeitige Bild insbesondere für den nördlichen Bereich der Brückstraße.

Daher ist es dringend notwendig, das Quartiermanagement für das Brückstraßenviertel wieder in professionelle Hände zu übertragen und mit einer ausreichenden Kapitalausstattung zu versehen, die durch eine privat-öffentliche Kooperation zwischen den Gewerbetreibenden vor Ort, Immobilienbesitzern und weiteren privaten Akteuren vor Ort einerseits und der Stadt Dortmund andererseits aufgebracht werden soll.

Im übrigen zeigt sich die Sinnhaftigkeit eines auf Dauer angelegten professionellen Quartiermanagement auch daran, dass beispielsweise an der Rheinischen Straße ein solches kurzfristig und unter finanzieller Beteiligung der Stadt Dortmund eingerichtet wird.

Abschließend und zur Untermauerung ihrer Forderung verweist die CDU-Fraktion auf einen Antrag der Internationalen SPD-Liste im Ausländerbeirat zur Sitzung am 08.05.07, der eine dauerhafte Installation und Fortführung des Quartiermanagement in der Nordstadt nach dem Auslaufen der Förderung durch URBAN II-Mitteln einfordert.


Verantwortlich: