Rosemarie Liedschulte: „Endlich Aufstockung bei den Jugendhilfediensten“


 


 Die externe Bewertung der
 Jugendhilfedienste liegt nun vor und
 die Stadt regiert, indem 20 zusätzliche
 Stellen kurzfristig geschaffen werden
 sollen. Für Rosemarie Liedschulte ist
 dies die Bestätigung der Forderung
 nach mehr Stellen, die ihre Fraktion bereits
im letzten Jahr im Kinder- und
Jugendausschuss gefordert hatte, jedoch von
grün/rot abgelehnt wurde.



Gleichzeitig ist sie enttäuscht darüber, dass mittlerweile ein halbes Jahr vergehen und eine externe Bewertung klären musste, dass eine Aufstockung des Personals bei den Jugendhilfediensten notwendig ist.


 


„So sehr ich mich darüber freue, dass nun die Jugendhilfedienste die geforderte Personalaufstockung bekommen sollen, so sehr ärgert es mich, dass erst ein halbes Jahr ins Land ziehen und eine externe Bewertung durchgeführt werden musste“, so Rosemarie Liedschulte. „Ich muss mich doch allen Ernstes fragen, ob unser OB nicht weiß, was in seinen Ämtern passiert! Statt dessen gibt unsere Stadt lieber Steuergelder für eine externe Bewertung aus, damit diese ihm sagt, wo er Einsparungen vornehmen kann und wo mehr Personal benötigt wird.“


 


Die externe Bewertung ergab ebenfalls, dass die Herausnahme von Kindern aus desolaten Verhältnissen drastisch angestiegen sei und somit der Etat hierfür mittlerweile 47 Mio. Euro im Jahr beträgt.


 


Dazu Rosemarie Liedschulte:


„Wenn ich höre, dass der OB den ambulanten Bereich durch mehr Personal stärken will, damit ‚das Kind gerettet wird, bevor es in den Brunnen fällt’, weiß ich nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll. Zumindest drängt sich mir ganz stark die Frage auf, ob das für unsere Stadt und unseren OB nicht die Normalität sein sollte, dass den Kindern in unserer Stadt die notwendige Hilfe rechtzeitig zu Gute kommt. Dass dafür in der Vergangenheit nicht ausreichend Personal vorhanden war, ist nicht erst seit der externen Bewertung klar. Auch


 


die Tatsache, dass die Sozialpädagogen 40% ihrer Arbeitszeit für Verwaltungstätigkeiten aufbringen, müsste zumindest dem Leiter des Jugendamtes bekannt sein. Der OB rühmt sich als kinderreichste Stadt, lobt sich in Broschüren, was er alles für Familien tut, benötigt aber ein externes Gutachten um zu wissen, was in den eigenen Reihen abläuft. Im Theater würde ich das Komödie nennen, in diesem Fall dann wohl eher ‚Amt verfehlt’. Bleibt nur zu hoffen, dass zukünftig die Stadt auf die veränderten Bedürfnisse der Bewohner rechtzeitig reagiert und nicht erst, wenn Vorfälle in den Medien zum Handeln aufrufen.“


 


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