Rosemarie Liedschulte: „Engagement lässt zu Wünschen übrig“


 


 Das Treffen Jugendlicher
 auf offener Straße in Brackel hat
 sich mittlerweile beruhigt.
 Dennoch sieht die CDU Hand-
 lungsbedarf in Bezug auf
 Aufenthaltsmöglichkeiten für
 Jugendliche.



Bereits im September letzten Jahres hatte die CDU in der Bezirksvertretung Brackel die Idee, sog. Jugendbuden im Stadtbezirk aufzustellen. Eine Anfrage an die Verwaltung nach möglichen Stellplätzen blieb aber bis heute unbeantwortet.


 


 Christian Barrenbrügge,
 Sprecher der CDU-Fraktion in
 der Bezirksvertretung Brackel:
 
„Ich bin schon sehr enttäuscht
 über die träge Reaktion der
 Verwaltung, nach passenden
 Plätzen für Jugendbuden im Stadtbezirk
Brackel zu suchen. Gerade in den
Sommermonaten zieht es Jugendliche
nach draußen. Jugendbuden, finanziert
durch Mittel der Bezirksvertretung, wären eine Alternative zu den Treffpunkten auf der Straße oder auf Spielplätzen, wo sich oftmals Anwohner gestört oder bedroht fühlen. Sich jetzt in Sicherheit wiegen, nur weil sich momentan die Lage in Brackel beruhigt hat, halte ich für töricht.“


 


Parallel dazu hatte die CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss in der Mai-Sitzung einen Antrag gestellt, die Verwaltung möge nach möglichen Stellplätzen zur Aufstellung für „Jugendbuden“ in ganz Dortmund suchen und eine Aufstellung über die möglichen Kosten machen. Dieser Antrag wurde von rot/grün abgelehnt.


 


Dazu Rosemarie Liedschulte, Sprecherin im Kinder- und Jugendausschuss:


„Das informelle Treffen mit Gleichaltrigen außerhalb von Jugendfreizeiteinrichtungen wird von Jugendlichen als unverzichtbar angesehen. Sind keine Räume vorhanden, so sehen sich die Jugendlichen gezwungen, auf die Straße bzw. auf öffentliche Plätze auszuweichen – wie dies in Brackel geschehen ist. Die Jugendlichen wollen keine direkte Einmischung von Erwachsenen – im Sinne von Bevormundung – wollen aber das ungestörte Treffen am Ort. Die Einführung sog. Jugendbuden böte den Jugendlichen einen Aufenthaltsplatz, an dem sie für sich in einer Gemeinschaft wären, ohne Anwohner zu stören. Zudem hätten Sozialarbeiter immer einen Anlaufpunkt, wo sie Jugendliche vorfinden und das Gespräch suchen können. Da es in Dortmund immer mehr zur Bildung von „Informellen Treffpunkten“ kommt, wären die „Jugendbuden“ eine sinnvolle Einrichtung – gerade auch für die Bereiche in Dortmund, wo Jugendliche gar nicht erst die Möglichkeit haben, Jugendeinrichtungen aufzusuchen, ohne diese mit der Bahn zu erreichen. Dass das ganze eine machbare Sache ist, zeigt uns Scharnhorst. Hier wurden – gemeinsam mit den Stimmen von rot/grün – Jugendbuden aufgestellt, die aus den Haushaltsmitteln der Bezirksvertretung finanziert wurden.“


Verantwortlich: